Bei strahlendem Sonnenschein, aber recht kaltem Wetter waren die Narren in Köln und Düsseldorf am Rosenmontag in bester Stimmung. Es zeigte sich wieder einmal, dass die Rheinländer nicht nur gute Gastgeber, sondern auch sehr gesellige Menschen sind. Der Karneval am Rhein ist das beste Beispiel für gelebt Integration. So waren in Düsseldorf Delegationen aus Teneriffa und von den Seychellen mit von der Partie. Köln-Rodenkirchen hatte in diesem Jahr einen Karnevalsprinz aus der Türkei. In Düsseldorf erwies sich das zum zweiten Mal in Folge angewendete Glasflaschenverbot in der Düsseldorfer Altstadt als sehr erfolgreich.
Und hier besonders erheiternde Momente der Rosenmontagszüge in Köln und Düsseldorf.
Impressionen aus Köln

Foto: Marie-Luise Nikuta und der Kölner OB Jürgen Roters bei dessen Rosenmontagsempfang im Rathaus (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Der Wagen der Blauen Funken (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Kaya Yanar und Tom Gerhard (Aufnahme: Andrea Matzker)
Impressionen aus Düsseldorf
Foto: Hier wurde das Verhältnis zwischen Nicolas Sarkozy und Angela Merkel auf den Korn genommen (Aufnahme: Christian Dick)
Foto: Angela Merkel mit einen Rock, der den Euro-Rettungsschirm darstellen soll (Aufnahme: Christian Dick)
Foto: Vor der Arabische Frühling (Aufnahme: Christian Dick)
Foto: Und hinten als Frosch die Islamisierung (Aufnahme: Christian Dick)
Foto: Karl-Theodor zu Guttenberg wurde als Graf Dracula dargestellt (Aufnahme: Christian Dick)
Foto: Mit einer solchen Maske kann man den Winter auf jeden Fall den Garaus machen (Aufnahme: Christian Dick)
]]>Foto: Die Flora im heutigen Zustand (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Flora Modenschau (Aufnahme: Andrea Matzker)
Mit Wehmut genießen die Kölner ihr vorläufig letztes „Zillchen“, wie Cäcilia Wolkenburg, der Kölner Männergesangverein (KMGV), auch genannt wird, im Opernhaus vor der großen anstehenden Renovierung des Hauses. Noch bis Karnevalsdienstag, dann „ist alles vorbei“. Auch diesmal war es wieder ein gelungenes Stück mit zauberhaften Bühnenbildern, schönen Kostümen und hervorragenden gesanglichen, tänzerischen und schauspielerischen Darbietungen. Ganz abgesehen von der köstlichen und einfallsreichen Geschichte, dass in Köln eine veritable und hübsche Jungfrau gesucht wird, aber nur eine waschechte Sächsin zur Verfügung steht. Der nun muss schnellstens Kölsch beigebracht werden, und dies ist ein wirklich und wahrhaft witziges Unterfangen… Großartig und doppelt wehmütig stimmend ist das traumhaft schöne Bühnenbild mit dem Festsaal der alten Flora im Hintergrund, in der es wie anno dazumal Café und Tanz mit elegant gekleideten und gutgelaunten Menschen gibt. Eine phantasievolle Modenschau ist die Krönung der festlichen Atmosphäre.
Foto: Karl Lagerfeld in der Flora-Kulisse (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Der Bayernkönig Ludwig reitet auf Loriots Badeente ein (Aufnahme: Andrea Matzker)
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Foto: Abriss des Persiflagewagens zum Thema Wulff durch Wagenbauer Jörg Liebetrau und Christoph Kuckelkorn (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Wagenbauer Jörg Liebetrau mit dem demontierten Wulff-Kopf am Tag des Rücktritts (Aufnahme: Andrea Matzker)
Autorin: Andrea Matzker
Das Festkomitee Kölner Karneval von 1823 wird den geplanten Persiflage-Wagen für den Kölner Rosenmontagszug 2012 zum Thema „Wulff’ nach dem Rücktritt des Bundespräsidenten neu gestalten, weil das ursprüngliche Motiv “Präsident Wulff wird zur Schlachtbank geführt “sich überholt hatte..
Das neue Motiv des Wagens zeigt den Deutschen Michel, der die Figur des ehemaligen Bundespräsidenten aus einem viel zu großen Anzug herauszieht. Der Anzug steht für das Amt des Bundespräsidenten. Aus dem schwarzen Anzug fallen lauter Dinge wie zum Beispiel ein Handy, Prozente und Zinsen, ein Bobbycar, Urlaubsreisen…
Der Deutsche Michel steht vor dem „Kaufhaus Vorteilsnahme” mit verlockenden Angeboten - wer dort einkaufen geht, bekommt jedoch ein Problem, denn ein Politiker sollte sich genau überlegen, ob er dort einkaufen geht… Viele Verführungen begegnen einem Politiker in seinem Amtsleben, stets ist die Versuchung groß… Ein aktuelles Sonderangebot des Kaufhauses lautet: „Sonderkredite: 3 nehmen - 1 bezahlen”.
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel steht ungläubig und entsetzt vor dem „Kaufhaus Vorteilsnahme” und rauft sich die Haare.
Ursprünglicher Entwurf: Thomas Willmann Überarbeitung und Wagenbau: Jörg Liebetrau

Foto: Willy Ketzer, Ira Coleman, Helge und Klein-Charly Schneider in der Philharmonie (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Helge und Charly Schneider mit musikalischer Gesichtsbemalung in der Philharmonie (Aufnahme: Andrea Matzker)
Von Andrea Matzker
Ein unbedingter musikalischer Leckerbissen vom Allerfeinsten für alle Karnevalisten und Nicht-Karnevalisten wird zum Wochenende in Köln geboten! Helge Schneider, der kurz vor diesen Auftritten seine Band neu besetzte, spielt mit weltweit anerkannten Spitzenmusikern. Extra aus den USA angereist ist Super-Bassist Ira Coleman, der zur Zeit mit Sting auf Welttournee ist, aber gerne einen Abstecher zu Helge in seine alte Studienstadt Köln macht, wo er einst an der Musikhochschule studierte. Mit von der Partie ist natürlich unser Lieblingsdrummer Willy Ketzer und weitere Künstler von Weltrang. Allerhöchstes Niveau und köstliches Vergnügen gemeinsam sind hundertprozentig garantiert!

Foto: Willy Ketzer am Schlagzeug und Helge Schneider am Baß mit Charly (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Liebevoller Vater Helge Schneider mit seinem kleinen Prinzen Charly (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Ira Coleman spielt für Charly Schneider auf dem Arm von Helge (Aufnahme: Andrea Matzker)
]]>Bis zum Mittag war an Altweiberfastnacht in diesem Jahr nass-kaltes Wetter in Köln und Düsseldorf angesagt. Doch davon ließen sich die Jecken in den beiden Karnevalshochburgen ihre gute Laune nicht vermiesen. Die Kölner und die Düsseldorfer Altstadt waren im Ausnahmezustand. Die Stimmung war ausgelassen, wie schon lange nicht mehr.

Foto: das Kölner Dreigestirn: Jungfrau Olivia, Prinz Marcus II., Bauer Thorsten (Aufnahme: Andrea Matzker)
Schnell war auch in Düsseldorf der Rathauschef Dirk Elbers entmachtet, die Frauen hatten das Regiment an sich gerissen.

Foto: Düsseldorfs Venetia Anke Conti-Micha hat gerade Oberbürgermeister Elbers die Krawatte abgeschnitten (Aufnahme: Christian Dick)
Düsseldorfs Karnevalsprinz Thomas II. (Puppe) amüsierte sich köstlich im Rathaus.

Foto: Thomas II. mit Bürgermeister Gudrun Hock (Aufnahme: Christian Dick)
Dass der rheinische Karneval und multikulturell und ganz international ist, beweisen folgende Impressionen:

Foto: Jungfrau Olivia und die Chinesische Prinzessin Guo Kun an Weiberfastnacht im Rathaus (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Die Japanerin Yazuko Kanuma lebt seit 45 Jahren in Düsseldorf und hatte im Düsseldorfer Rathaus eine Menge Spaß (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters bei seinem Empfang im Rathaus an Weiberfastnacht (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Geschenke vom Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters für das Dreigestirn an Weiberfastnacht (Aufnahme: Andrea Matzker)
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Foto: Die Narren sind los! Im Rheinland wird in den nächsten Tagen gefeiert, geschunkelt, gelacht und gebüzt (Aufnahme: Hedwig Bechheim).
Am heutigen Donnerstag ist Altweiberfastnacht. Damit beginnt der Höhepunkt des Straßenkarnevals im Rheinland. Wie die Präsident des CC Düsseldorfer Carneval Josef Hinkel im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte, ist die Session 2012 ein sehr gute Karnevalssesssion. Prinz Thomas II. und Venetia Anke kommen bei Volk sehr gut an, weil sie sehr natürlich sind.
Tolles Programm an Altweiberfastnacht in Düsseldorf
Das Programm beginnt an Altweiberfastnacht vor dem Rathaus in Düsseldorf um 11:00 Uhr mit Michael Hermes, der das Mottolied “Hütt dommer dröwer lache” vortragen wird. Dann geht es im Viertelstundentakt weiter. Es folgen die Band ohne Bart (BOB), De Fetzer, Alt Schuss, Swinging Funfares, Düssel-Disharmoniker, Die Werstener, De Muckeköpp, Achim und Olli, DuBB, Hahnenschrei, Der Joker (Dirk Kögeler) und 66 Herz.
Die Sicherheit hat Priorität
Bereits vor dem Loveparade-Unglück in Duisburg gab es viele Vorschriften, die aber erst seit dem vergangenen Jahr in konsequenter Weise angewendet werden. Dies hat laut dem Geschäftsführer des CC Düsseldorfer Carneval Jürgen Rieck dazu geführt, dass sich die Kosten auf 30.000,- Euro verdoppelt haben. So sind zum Beispiel an Altweiberfastnacht am Düsseldorer Rathaus an allen Straßen, die zum Rathaus führen Securitykräfte im Einsatz, insgesamt 25. Jürgen Rieck berichtete, dass die Personalkosten hier ein hoher Posten seien, so koste eine Securitymitarbeiter pro Stunde 20,- Euro.
Für den Rosenmontagszug beträgt das Budget 1 bis 1,2 Mio. Euro. Die Karnevalsvereine zahlen pro Jahr einen Beitrag von 300,- Euro an das CC Düsselorfer Carneval. Mehr will man ihnen auch nicht aufbürden. Zu 20 Prozent sind die Kosten durch Sponsoring abgedeckt. Außerdem vermarktet das CC Düsseldorfer Carneval die gesamte Zugstrecke. Dort sind in diesem Jahr 70 Stände.
Der Rosenmontagszug in Düsseldorf setzt sich am 20. Februar um 12:30 Uhr in Bewegung. Es werden 70 Wagen dabei sein. Geplant sind 10 Mottowagen, eventuell kommt noch ein 11. Mottwagen hinzu, so dass hohe Aktualität gewährleistet ist. Der Zug hat eine Länge von 5,5 km, und genauso lang ist ungefähr auch die Wegstrecke, die der Zug zurücklegt. Die Geschwindigkeit des Zuges beträgt 2,3 km/h.
Närrischer Zapfenstreich
Als Krönung des Ganzen, findet am Dienstag, dem 21. Februar, vor dem Düsseldorfer Rathaus ab 18:00 Uhr ein Närrischer Zapfenstreich mit der Verabschiedung des Karnevalsprinzenpaares statt.
Autor: Christian Dick
]]>Die Karnevalsfreunde der Katholischen Jugend Düsseldorf veranstalten pro Session mehrere Sitzungen. Am Sonntag, dem 12. Februar, fand die 3. Sitzung dieser Karnevalssession statt, die sich nun unaufhaltsam ihrem Höhepunkt nähert. Der Radschläger-Saal in den Düsseldorfer Rheinterassen war unheimlich voll. Es war so eng, dass fast die Kellner nicht mehr durchkamen. Obwohl, oder vielleicht gerade, weil man so eng zusammenrücken musste, war die Stimmung im Saal sehr fröhlich. Im Saal war ein breiter Altersquerschnitt vertreten. Dargeboten wurde ein beeindruckendes Programm, das etwas für jeden Geschmack bot, und das bei einem vergleichsweise moderaten Eintrittspreis von 16,- Euro.

Foto: Sitzungspräsident Peter Sökefeld erfüllte seine Aufgabe mit Bravour (Aufnahme: Christian Dick)
Foto: Den Kindern machte ihre Darbietung sichtlich Spaß (Aufnahme: Christian Dick).
Besonders Freude hatte die Jecken im Saal an den Darbietungen der Tanzgarden. So erhielt insbesondere die Kindertanzgarde sehr viel Applaus.
Foto: die Kindertanzgarde (Aufnahme: Christian Dick)

Ein prominenter Gast war eigens aus der für Düsseldorfer eigentlich verbotenen Stadt angereist: Weihbischof Dr. Heiner Koch auch Köln, der aber ursprünglich aus Düsseldorf kommt (Aufnahme: Christian Dick)

Und der Baas der Düsseldorfer Jonges Detlef Paar hatte sich gut in Schale geworfen (Aufnahme: Christian Dick)
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]]>Auf sehr engem Raum feierten am Freitag, dem 10. Februar, über 150 Mitglieder und Gäste des Karnevalsvereins Düsseldorfer Narrenzunft 1910 e. V. bei der 3. Hausbrauereisitzung in der urigen Gaststätte “Zum Schlüssel” in der Düsseldorfer Altstadt. Bei einem bunten Programm von 18:50 Uhr bis Mitternacht wurde gefeiert, geschunkelt, viel gelacht und in geselliger Runde geklönt. Vor allem merkte man, dass die Düsseldorfer Narrenzunft sehr bodenständige Mitglieder hat und eine gesunde Mischung unterschiedlicher Charaktere vereint. In der Düsseldorfer Narrenzunft ist ein breites Spektrum an Altersstufen vertreten, das jüngste Mitglied ist 9 und das älteste Mitglied ist 91 Jahre alt. Insgesamt zählt der Verein 80 Mitglieder.

Foto: Der Präsident und der 1. Vorsitzende der Düsseldorfer Narrenzunft Andrejas Srejic (Aufnahme: Christian Dick)
Sehr gut war insbesondere die Stimmung bei den beiden Paginen der Düsseldorfer Narrenzunft.

Foto: Der Pagin Bibi dürfte der Karneval in die Wiege gelegt sein. Durch ihre Mutter, die ebenfalls aktives Mitglied ist, ist sie zur Düsseldorfer Narrenzunft gekommen (Aufnahme: Christian Dick).

Foto: Pagin Sarah mit Ehemann Michael (Aufnahme: Christian Dick)
Mit von der Partie war natürlich auch das Düsseldorfer Karnevalsprinzenpaar. Sie trugen ihren eigenen Karnevalsschlager “Düsseldorf heißt Leben…Ihr macht uns high” vor und zogen das Publikum in ihren Bann.

Foto: Prinz Thomas II. und Venetia Anke (Aufnahme: Christian Dick)
Die Düsseldorfer Venetia Anke Conti-Mica lobte Düsseldorf, weil man hier so nah beieinander ist, wohingegen in anderen Städten, die nicht so ein gutes Nebeneinander haben, die Menschen eher anonym leben.
Weitere Eindrücke von der Hausbrauereisitzung der Düsseldorfer Narrenzunft werden Ihnen vermittelt, wenn Sie die Überschrift dieses Artikels anklicken. (more…)
]]>Mit einer Überraschung wartete Jochen Busse nach dem Schlussapplaus nach der Premiere der neuen Inszenierung der Komödie „In jeder Beziehung“ im Theater am Dom auf „Wir haben heute Abend ein Geburtstagskind unter uns.“ Es handelte sich um Inge Durek, die seit Mitte der 1970er gemeinsam mit Barbara Heinersdorff das Theater am Dom leitet und dieses zu einem überaus erfolgreichen Theater gemacht hat.

Foto: Das gesamte Personal des Theaters sang ein Ständchen zum 86. von Inge Durek (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Die Schauspieler gratulieren ihrer Prinzipalin Inge Durek zum 86. Geburtstag, von links nach rechts: Marco Pustisec, Claudia Rieschel, Inge Durek, Jochen Busse und im Hintergrund Fabial Goedecke (Aufnahme: Andrea Matzker)
Zur Handlung
Ein Ehepaar, gespielt von Claudia Rieschel und Jochen Busse (Leah und Paul), möchte nach 25 Jahren einen einmaligen Seitensprung „versuchen“, um nichts versäumt zu haben. Der Ehemann steht der Sache sehr kritisch gegenüber. Leah schlägt vor: „Vielleicht Sex auf dem Küchentisch könnten wir ausprobieren“. Paul antwortet: „Sex auf dem Küchentisch? Man macht ja auch keine Kohlrouladen im Bett!“
Die befreundeten Katja und Dieter, gespielt von Monica Kaufmann und Marco Pustisec animieren sie zu diesem Schritt. Von Katja stammen Weisheiten wie etwa „Der Wert der Dienstleistungen die Ehepartner im Laufe ihrer Ehe füreinander erbringen beläuft sich auf 50.000,- Euro. In 50 Ehejahren sind das gerade einmal 2,50 Euro pro Tag. Dafür bekommt man ein Kölsch.“ Katja und Dieter geben Leah und Paul Anregungen hinsichtlich Outfit etc. Nachdem Paul sich in seiner Kleidung überhaupt nicht wohl fühlt entrüstet er sich „Ich sehe ja aus wie der schwule Bruder von Claudia Roth“, worauf Dieter antwortet „Was, hat Claudia Roth einen schwulen Bruder?“. Paul entgegnet „Das weiß ich nicht. Aber, wenn sie einen hätten, sähe der so aus, wie ich.“ Für Paul hat Dieter die erheblich jüngere, äußerst attraktive Sandy, dargestellt von Kerstin Radt, ausgewählt. Und Katja hat für Leah einen smarten, jungen finnischen Tennislehrer Pekko, dargestellt von Fabian Goedecke, ausgewählt. Leah paukt extra für diesen Zweck die finnische Sprache und eignet sich Kenntnisse über Finnland an und Paul wird von Dieter gecoacht. Als Leah und Paul dann allerdings auf Pekko bzw. Sandy treffen kommt es zu Turbulenzen, die sehr amüsant sind.
Das Stück stammt aus der Feder von Lars Albaum und Dieter Jacobs. Die Regie führt Horst Johanning.
Fazit: Das Stück hat Charme und Esprit. Eine amüsante Szenerie und geistreiche Pointen zeichnen diese Komödie weiterhin aus. Besonders der in weiten Teilen dominierende Jochen Busse überzeugte in seinen „Sprüchen“ mit kabarettistischen Einlagen.
Die Inszenierung steht bis Anfang Mai auf dem Programm.
Durch Anklicken der Überschrift dieses Artikels, können Sie noch ein Fotostrecke vom Premierenabend sehen. (more…)
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(Aufnahme: Christian Dick)
Man könnte an Schicksal glauben. Vielleicht hatte aber auch der Herrgott seine Hand mit im Spiel. Falls dem so ist, dann ist der Hergott auf jeden Fall vom Düsseldorfer Karneval sehr begeistert. Denn zufälligerweise hat die Bäckerei Puppe, deren Produktion der aktuelle Düsseldorfer Karnevalsprinz Thomas II. (Puppe) leitet, nun ein närrisches Jubiläume von 4 x 11 Jahren. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!
Die Bäckerei Puppe will mit ihrer Aktion anlässlich des Jubiläums keineswegs zeigen, dass bei ihr alles im Eimer ist, sondern vielmehr, dass ihr besonders die Kinder am Herzen liegen. Und daher stiftet die Bäckerei Puppe an vier Düsseldorfer Schulen jeweils 11 Eimer mit 11 Berlinern, und zwar 10 Prinzenberlinern und 1 Berliner, der mit Marillenmarmelade gefüllt ist und auf dem das Bild des Düsseldorfer Karnevalsprinzenpaares Thomas II. und Venetia Anke zu sehen ist. Es steht völlig außer Frage: für lukulische Genüsse ist Thomas Puppe immer zu haben und seine Berliner sind wirklich ein Traum, etwas für die Sinne… Da werden auch jene, die nicht zu den Karnevalsbegeisterten zählen, auf einmal ganz jeck und verlangen nach Mehr…

Foto: die Prinzenballen, oben sind die Berliner mit Marillenmarmelade zu sehen (Aufnahme: Christian Dick)
Die Prinzenberliner und Marillenberliner, sind selbstverständlich für jedermann, auch eimerweise, käuflich zu erwerben.
1968 fing alles damit an, dass Helga und Heribert Puppe, die Eltern von Thomas Puppe und seiner Schwester Birgit Neisser, die heute den kaufmännischen Part der Bäckerei leitet und als Geschäftsführerin fungiert, die Bäckerei Krieger, die älteste Bäckerei in Oberkassel übernahmen. Damals war die Bäckerei noch bis in die 1990er Jahre wenige Meter entfernt, wo sich ein italienisches Szenenlokal befindet. Die Backstube war damals im Kellergeschoss, was sich als wenig zweckmäßig erwies, da dieser oft mit Wasser vollief, was zwar Thomas und Birgit gefiel, weil die beiden gerne Schlauchboot gefahren wären, berichtete Thomas Puppe, jedoch war dies nur suboptimal für den Bäckereibetrieb. Dann zogen die Jahre ins Land, bis Anfang der 1990er Jahr die Backstube nicht mehr groß genug war. Damals stellte sich die Frage, ob die Geschwister Thomas und Birgit wohl die Bäckerei übernehmen wollen. Thomas Puppe war damals Erzieher, seine Schwester Birgit Neisser hatte BWL studiert. 1991 übernahmen beide gemeinsam die Bäckerei. Die neue Backstube wurde in der Straße Alt-Heerdt in Düsseldorf-Heerdt eingerichtet. Obwohl die Backstube heute in Neuss ist, betrachtet man sich als zu Düsseldorf gehörig. Zu den zwei Filialen auf der Luegallee und der Oberkasseler Straße in Düsseldorf-Oberkassel, kamen weiteren Filialen in Heerdt, auf der Roßstraße in Düsseldorf-Derendorf, in Neuss, in Büttgen und in Kaarst hinzu. Birgit Neisser und Thomas Puppe betonen jedoch unisono, dass die Bäckerei Puppe keine Expansion um jeden Preis anstrebt. Man will lieber an der traditionellen Struktur festhalten und sieht sich primär als Familien- und Kinderbäckerei. Was bemerkenswert ist: Heute kommen Kunden, die bereits als Kinder mit ihren Eltern in der Bäckerei eingekauft haben wiederum mit ihrem Nachwuchs und sagen “Hier haben wir früher einen Lutscher bekommen.” Natürlich bekommen die Sprößlinge dann ebenfalls einen Lutscher. Es zahlt sich also aus, an Bewährtem festzuhalten. Wie kinderfreundlich der Betrieb ist, zeigt sich auch an der Tatsache, dass pro Jahr 100 Backaktionen mit Kindergruppen stattfinden. Dies ist eine sehr intelligente Strategie, um einerseits für nahrhaftes Brot des Bäckerhandwerks Werbung zu machen und andererseits den Billiganbietern, deren Qualität mit der des Bäckerhandwerks nicht mithalten kann, zu trotzen.

Foto: Helga Puppe mit ihrem Sohn Thomas Puppe und ihrer Tochter Birgit Neisser bei der Präsentation der Prinzenberliner (Aufnahme: Christian Dick)
Weitere Informationen finden auf der Website der Bäckerei Puppe unter dem Link www.baeckerei-puppe.de.
Autor: Christian Dick
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