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Große Jubiläumsausstellung zum 500. Geburtstag

Jorge R. Pombo vor seinem Gemälde Sklavenwunder im Wallraf-Richartz Museum Foto: Andrea Matzker

Als „Präludium“ zur großen Tintoretto-Austellung im  Wallraf-Richartz-Museum (06.10.2017 – 28.01.2018 „Tintoretto, a star was born“), erweist das Kölner Haus schon vorab dem italienischem Malergenie in seinem Foyer eine große Hommage zum Auftakt: Jorge Pombos monumentale Variation auf das Sklavenwunder (Öl auf Leinwand 4,10 x 5,41m) aus dem Jahr 2013.  Dieses gilt als zeitgenössische Rezeption des legendären Originals aus dem Jahre 1547, mit dem Tintoretto Furore machte und damit den Grundstein für seine Karriere als einer der bedeutendsten venezianischen Maler legte. Der 1973 geborene spanische Maler Jorge R. Pombo aus Barcelona fertigte zunächst eine originalgroße und farbenprächtige Kopie des ebenfalls 22 Quadratmeter großen Originals, welches in der Galleria dell‘ Accademia von Venedig aufbewahrt wird und als „nicht reisefähig“ gilt, um diese anschließend mit Lösungsmitteln  verschwimmen zu lassen. Der Künstler, der sein Bild persönlich präsentierte, unterstrich die hohe Symbolkraft des Originals durch die Verschwommenheit seiner „Kopie“ in der historischen Distanz und die liquide Ästhetik der farbenprächtigen Venezianità gleichsam wie im Spiegel der immer bewegten Lagune.

Filed by Christian Dick at Oktober 11th, 2017 under Uncategorized