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Generationenkonflikt als Theaterstoff

Autor: Christian Dick

„WIR SIND DIE NEUEN“ – so lautet der Titel der Komödie von Ralf Westhoff, die am 7. September 2017 im Kölner Theater am Dom Premiere feierte. Die NEUEN, das sind drei Alt-68er, die schon vor 35 zusammengelebt haben und sich nun erneut dazu entschließen, eine Wohngemeinschaft zu gründen und neu in ein Haus eingezogen sind. Diese werden von Simone Rethel, Joachim Luger und Lutz Reichert dargestellt. Ihre Überraschung ist alles andere als freudig als sie sich der Studenten-WG, die ein Stockwerk über ihnen wohnt, vorstellen. Dargestellt wird die Studenten-WG von Katarina Schmidt, Florian Gierlichs und Julie Stark. Bereits die erste Kommunikation zwischen den beiden Generationen funktioniert überhaupt nicht, weil die Studenten und die Alt-68er offensichtlich in völlig verschiedenen Welten leben. Und so reiben sich in diesem Stück die Gemüter all dieser Personen aneinander auf. Während die Alt-68er völlig relaxed sind, ihr Leben genießen, nachts trinken, philosophieren und die Hits aus ihren jungen und wilden Jahren hören, arbeiten die nur auf ihre berufliche Karriere fixierten jungen Leute, für die Lebensfreude und Leichtigkeit Fremdwörter sind, an der für sich optimalen Vereinbarkeit zwischen Arbeits- und Privatleben und an einem glatten Lebenslauf. Die Probleme unter Nachbarn gipfeln sich in dieser äußerst spannenden Inszenierung von Theatermitinhaber und Regisseur René Heinersdorff zu einer harten Auseinandersetzung zwischen den Generationen auf, die wie eine Spirale verläuft und zu eskalieren droht. Schließlich kommt es zu einer unerwarteten Wendung.

Bis zum 19. November 2017 ist diese Komödie im Theater am Dom zu sehen. Weitere Informationen sind unter folgender Internetadresse zu finden: http://www.theateramdom.de/

Filed by Christian Dick at September 9th, 2017 under Kultur