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playing by heart – Ausstellung im Museum Kolumba

Esther Kläs_Raum 17_klein

Foto: 0/6 (rumba), 2013 Beton, Bronze, Pigment Stahlseile – Eine Skulptur der in New York lebenden Künstlerin Esther Kläs bildet die jüngste Position der Ausstellung „playing by heart“. Sie verbindet die geradezu archaisch wirkende Einfachheit scheinbar beiläufiger Details in Form und Farbe mit einer durch einfache Mittel initiierten Spiritualität.  (Aufnahme: Christian Dick)

Landschaft mit zwei Tieren_Heinrich Campendonk 1914_Öl auf Leinwand_klein

Foto: Heinrich Campendonk, „Landschaft mit zwei Tieren“, 1914, Öl auf Leinwand, 104,5 x 97 cm, ein Exponat der Ausstellung „playing by heart“ (Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Christian Dick

„Dies ist ein Aschermittwoch der Künstler, der uns starke Impulse gibt“, erklärte Dr. Stefan Kraus, Leiter des Kölner Diözesanmuseums Kolumba bei seiner Einführung in die aktuelle Ausstellung „playing by heart“ anlässlich des Aschermittwochs der Künstler im Erzbistum Köln.  „Kardinal Woellki hat in seiner heutigen Predigt von Künstlern als Propheten gesprochen“, fuhr er fort. Kraus verwies dann auf folgendes Zitat des Liedermachers Konstantin Wecker, das Woelki in seiner Predigt aufgegriffen hatte „Man muss weiterkämpfen, kämpfen bis zum Umfallen, auch wenn die ganze Welt den Arsch offen hat, oder gerade deswegen.“ Kraus erklärte hierzu, dass ein Künstler sich immer im Gegenwind befinde.

Sisyphos müsse man sich als frohen Menschen vorstellen, merkte Kraus an. Er habe von der Vergebung gelebt.  „M’illumino d’immenso“, dieses Gedicht von Giuseppe Ungaretti, dass Pater Elmar Salmann bei seinem Vortrag im Rahmen der Akademie zum Aschermittwoch aufgegriffen habe, heiße auf Deutsch „Ich erleuchte mich am Unermesslichen“, beschrieb Kraus. „Der Sprachklang dies Ausdrucks lässt sich übersetzen“, stellte er fest. „playing by heart“ – der Titel der aktuellen Ausstellung des Museum Kolumba ist als Zauberwort zu begreifen. „Facsinare“ steht für „bezaubern“, so Kraus. „Und genauso muss man in dieser Ausstellung mit dem Herzen spielen und sich erzaubern lassen. Es geht um einen Spielerischen Umgang mit der Kunst. Wer alles logisch bei dieser Ausstellung erfassen will wird scheitern. Ich hoffe es ist ein produktives Scheitern. Diese Ausstellung erinnert auch an das  50jährige Jubiläum des Dokuments „Gaudium et spes“ des 2. Vatikanischen Konzils in diesem Jahr. Dieses Dokument ist stellt dar, wie die Pastoral der Kirche gestaltet sein soll.  Die Anfangssätze lauten “  Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.“ Der Anlass dieser Ausstellung sei also die Freude. Man müssen bei Betrachten der Ausstellung nach Herz mitnehmen, allerdings nicht im biologischen oder physischen Sinnen, sondern im übertragenen Sinne, erläuterte Stefan Kraus. „An was freut sich der Mensch denn?An Farbe, Klang, Bewegung. All diese Dinge sind in der Ausstellung versammelt. Diese Ausstellung arbeitet auch mittels einer Gegenüberstellung: um im ästhetischen  Sinne zu überzeugen.  Genauso wie die Buchkinder Leipzig e.V., einer Buch– und Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche, in der diese ihre Geschichten mit Phantasie zu eigenen Büchern auslebten, singe auch der Schmetterling im Chor die unhörbaren Töne, so Kraus. Er appellierte, dass es wichtig auch in Zukunft mit diesem Engagement für die Kunst dabei zu bleiben, für die Kultur einzutreten, dem künstlerischen Schaffen Raum zu geben, so dass ohne Etikett Werke ästhetisch erfahrbar werden könnten.

Heiliger Michael_Raum 12_klein

Foto: Heiliger Michael, Bayern oder Schwaben, um 1620 bis 1630, Lindenholz mit alter Fassung (Schenkung von Maria und Regina Härle). Mit lässiger Geste besiegt der Erzengel Michael den androgyn dargestellten Teufel als Verkörperung des Bösen (Aufnahme: Christian Dick)

Vogelwelt_Hartmut Neumann_Raum 19_klein

Foto: Hartmut Neumann Vogelwelt I und II (1995), Öl auf Leinwand, Der in Köln lebende Maler verdichtet in seinen Werken studierte, frei assoziierte, verwandelte und erfundene (Pflanzen-)Formen zu einem surrealen Dickicht wechselnder Strukturen, Rhythmen und Muster, in das nicht selten die Darstellung von Tieren hineingewoben wird. (Aufnahme: Christian Dick)

Madonna mit Traube Lindenholz 1490_Raum 19;.klein

Foto: Madonna mit der Traube, Bayern um 1480, Lindenholz (ehemals Sammlung Härle, erworben und restauriert mit Mittel der Renate-König-Stiftung (Aufnahme: Christian Dick)

Je t'aime_Robert Klümpen_klein

Foto: Robert Klümpen, Je t’aime, 2011 Acryl, Tusche und Sprühlack auf Nessel. Robert Klümpen steigert die Wirkung von Farbe, Licht, Ikonographie und Schrift in einer Weise, dass sie sich gegenseitig auszuschließen scheinen. Der Bild erscheint gleichzeitig extrem romantisch und suchend, voller Brüche und Widersprüche. (Aufnahme: Christian Dick)

Folgende Fotos zeigen Südamerikanische Gnadenbilder

Südamerikanisches Gnadenbild 3_klein Südamerikanisches Gnadendbild 4_klein Südamerikanisches Gnadenbild 1_klein Südamerikanisches Gnadenbild 2_klein

(Aufnahmen: Christian Dick)

Permanent ist der Schrein des Heiligen Anno aus St. Servatius in Siegburg im Museum Kolumba ausgestellt.

Anno-Schrein 2_klein

Foto: Schrein des Hl. Anno im Museum Kolumba (Aufnahme: Christian Dick)

Cover_Der Schrein des Heiligen Anno

Zur Vertiefung ist das wunderschön bebilderte Buch über diesen Schrein sehr zu empfehlen, das im Museum Kolumba erhältlich ist. Hier die Angaben zu Buch:

Marc Steinmann, Der Schrein des Heiligen Anno im Siegburger Kirchenschatz, Reihe »Kolumba« Bd. 42, Köln 2014, 84 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, zwei Klapptafeln und einem Einlegerplakat, 210 x 275 mm, ISBN 978-3-9815922-2-1, Auflage 1000, € 25,-

Wissenswertes zum Museum Kolumba

Eintritt bis 18 Jahre frei

Erwachsene € 5,- / ermäßigt € 3,-

Jahreskarte € 20,-

Öffnungszeiten täglich von 12 bis 17 Uhr

dienstags geschlossen

(Führungen nur außerhalb der regulären Öffnungszeiten)

Geschlossen am 24., 25., und 31. Dezember, am 1. Januar, an Karneval von Donnerstag (Weiberfastnacht) bis einschließlich Aschermittwoch, sowie für den jährlichen Ausstellungswechsel vom 1. bis 14. September

Weitere Informationen zu der Ausstellungen „playing by heart“ finden Sie unter der Internetadresse www.kolumba.de.

Filed by Christian Dick at Februar 21st, 2015 under Uncategorized

[…] Am Nachmittag besuchten die Gäste des Aschermittwoch der Künstler die aktuelle Ausstellung im Diözesanmuseum Kolumba mit dem Titel “playing by heart“. Hierein führte Dr. Stefan Krau, Leiter des Museum, ein. Hierüber berichten wir in einem separaten Beitrag, den Sie unter folgendem Link abrufen können: http://www.nrw-depesche.de/index.php/2015/02/21/playing-by-heart-ausstellung-im-museum-kolumba/ […]

Pingback by » Blog Archive » Rückblick auf den Aschermittwoch der Künstler 2015 in Köln — Februar 21, 2015 @ 13:49