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Deutsch-Japanisches Neujahrsfest in Düsseldorf

Im Hotel Nikko in Düsseldorf trafen sich am vergangenen Mittwoch die Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaft am Niederrhein und des Japan Clubs Düsseldorf zu ihrem traditionellen Neujahrsfest.

Der festliche Rahmen und ein abwechslungsreiches Programm erfreuten die Mitglieder und Gäste, unter denen sich auch der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dirk Elbers und der japanische Generalkonsul Kiyoshi Koinuma befanden.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der Deutsch-Japanischen Gesellschaft am Niederrhein, Herrn Rudolf Franz, präsentierte zu Beginn der Kinderchor der Japanischen Internationalen Schule gekonnt einige deutsche Volkslieder wie “Mein Vater war ein Wandersmann” und das japanische Stück “Glühwürmchen”. Der harmonische Gesang der jungen Sängerinnen und Sänger begeisterte die Zuhörer. Der Kinderchor versteht sich als Botschafter für deutsche und japanische Kultur. Er besteht seit vielen Jahren und wurde durch seine Auftritte in Düsseldorf und in anderen Städten, wie zuletzt in Luxemburg, bekannt.

Foto: Der Chor der Japanischen Internationale Schule Düsseldorf (Aufnahme: Christian Dick)

Die Verständigung von Deutschen und Japanern stellte auch Rudolf Franz in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Er zeigte auf, wie die Entwicklung von zunächst hauptsächlich wirtschaftlichen Kontakten über persönliche Begegnungen hin zum intensiven kulturellen Austausch zwischen Japanern und Deutschen verlaufen ist. Vor knapp 50 Jahren begannen japanische und deutsche Geschäftsleute, sich regelmäßig zu einem Mittagsstammtisch in Düsseldorf zu treffen, um einander besser kennen zu lernen. Daraus erwuchs die Deutsch-Japanische Gesellschaft am Niederrhein, die im nächsten Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiern wird.

 

Foto: Ein Beispiel für gelungenen Interkulturellen Austausch: Bea Ohlig und Rebecca Hemer studieren an der Heinrich-Heine-Universität im 7. Semester in dem Studiengang „Modernes Japan“. Damit dürften sie sehr vielfältige berufliche Perspektiven haben. (Aufnahme: Christian Dick)

Besonders erfreut war Präsident Franz, dass er an diesem Abend als Gast den japanischen Fußballprofi Genki Omae begrüßen konnte, der erst vor wenigen Tagen von Fortuna Düsseldorf neu verpflichtet wurde.

 

Foto: der Fortuna-Neuzugang Genki Omae (Aufnahme: Christian Dick)

Im Anschluss hieran richtete Oberbürgermeister Dirk Elbers sein Grußwort an die Gäste. Er erklärte, wie bedeutsam die japanische Gemeinde für die Stadt Düsseldorf geworden ist. Düsseldorf möchte sein internationales Profil weiter stärken und ist froh, dass sich die Japaner hier wohlfühlen. Eine einzigartige Infrastruktur in der Stadt trägt dazu bei, mit japanischen Kindergärten, der japanischen Schule, dem japanischen Garten, einer Vielzahl japanischer Geschäfte und natürlich den Arbeitsplätzen in den mehr als 480 japanischen Unternehmen in der Region Düsseldorf. Er hob auch besonders das Angebot der Volkshochschule Düsseldorf hervor, die mit ihren speziellen Kursen für Japaner und Deutsche einen wichtigen Beitrag für die gegenseitige Verständigung leistet. Beispielhaft nannte er den Japanese Language Proficiency Test (JLPT), der im letzten Jahr von ca. 600 Teilnehmern abgelegt wurde.

Die hohe Bedeutung der japanisch-deutschen Beziehungen wusste auch der japanische Generalkonsul Kiyoshi Koinuma in seiner anschließenden Rede zu bestätigen. Das im letzten Jahr gefeierte 150-jährige Jubiläum der offiziellen Beziehung zwischen Japan und Deutschland zeige, dass diese auf einer langen und tiefen Freundschaft beruht.

 

Foto: der japanische Generalkonsul Kiyoshi Koinuma, der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dirk Elbers und der Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Rudolf Franz (Aufnahme: Christian Dick)

 

Foto: der japanische Generalkonsul Kiyoshi Koinuma mit seiner Ehefrau (Aufnahme: Christian Dick)

Anschließend begrüßte auch der Präsident des Japan Clubs Düsseldorf, Shunichi Matsui, alle  Anwesenden. In seiner Ansprache beschrieb er die wirtschaftliche Entwicklung japanischer Unternehmen in den letzten gut 25 Jahren. Seit dem  Allzeithoch des japanischen Aktienindex Nikkei im Jahre 1989 musste die japanische Wirtschaft viele Schwierigkeiten überwinden. Trotzdem sind die Geschäftsaktivitäten japanischer Unternehmen, die von Düsseldorf aus gesteuert werden, stetig angewachsen.

Der Ablauf des gelungenen Abends lag in den Händen von Pia-Tomoko Meid, Geschäftsführerin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft am Niederrhein e.V., und engagierten Helfern. Die Einnahmen durch Spenden und eine Tombola werden für die Organisation des 50-jährigen Jubiläums der Deutsch-Japanischen Gesellschaft am Niederrhein im nächsten Jahr verwendet. Dann wird auch die Jahresversammlung des Verbandes aller deutsch-japanischen Gesellschaften in Düsseldorf stattfinden.

Autor: Bernhard Verstraeten

Filed by Christian Dick at Januar 28th, 2013 under Japanisches Leben

toller Bericht, Christian

Comment by rarodoc — Januar 6, 2015 @ 12:56