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November 21, 2017

Herzogenrath hat in Sachen Digitalisierung die Nase vorn

„Ericsson Eurolab“ wird bei IHK Forum in Aachen vorgestellt

Autor: Christian Dick

Der Bereich IT-Branche ist der viertgrößte Wirtschaftszweig in der Region Aachen. Über 10.400 Menschen arbeiten in der Region Aachen in rund 1.500 bis 1.700 Unternehmen dieser Branchen. Dabei geht von Herzogenrath eine ganz außerordentliche Dynamik aus. Die technische Entwicklung im Mobilfunk schreitet infolge der Digitalisierung unglaublich schnell voran. Die Zeit für die Datenübertragung wird künftig unfassbar schnell. Grundlage für das neue Hochgeschwindigkeitsnetz ist das 5G-Zeitalter. Vorbei sind lange Downloads einzelner Dateien. „Stattdessen streamen wir nur noch eine ungeheuer große Menge an Daten“, berichtet Jan-Peter Meyer-Kahlen, Leiter des „ICT Development Center“ des „Eurolab“ des Mobilfunk-Pioniers Ericsson. Damit die neue Technologie vollkommen ausgefeilt ist, haben sich Meyer-Kahlen und seine rund 500 Mitarbeiter in Herzogenrath zwei Dinge auf die Fahnen geschrieben: Leidenschaftliches Tüfteln, Kreativität und ungebremsten Forschungsdrang. Welcher technologische Quantensprung mit der neuen Generation des Mobilfunknetzes verbunden ist und weshalb seine Mitarbeiter immer auch „verrückte Leute“ sein müssen, schilderte Meyer-Kahlen am 13. November 2017 beim 47. IHK-Forum erzählt der IHK Aachen.

Nach Absolvierung seines Studiums zum Diplom-Ingenieur Nachrichtentechnik in Aachen begab sich Meyer-Kahlen auf Stellensuche – und seine Suche war von Erfolg gekrönt, als sich Ericsson, Anbieter von Systeminfrastruktur für Mobilkommunikation, gerade im Stadtteil Kohlscheid niedergelassen hatte. Meyer-Kahlen begann 1991 im Bereich „Testing & Verification“ und arbeitet dort fast zwölf Jahre. Im Anschluss hieran war Meyer-Kahlen im Kundensupport in den USA tätig und später in der Ericsson-Zentrale in Stockholm. Zwischenzeitlich war er immer wieder in Aachen tätig und sammelte in unterschiedlichen Abteilungen des Unternehmens Erfahrungen.

Dieser abwechslungsreiche Lebenslauf ist ist bei den Mitarbeitern des Ericsson Eurolab nichts Ungewöhnliches. „Der Konzern ist in den vergangenen 30 Jahren enorm gewachsen und deshalb ist es auch erwünscht, dass die Mitarbeiter verschiedene Bereiche in mehreren Ländern durchlaufen und gut vernetzt sind,“ schilderte Meyer-Kahlen die Unternehmenskultur von Ericsson. Allein das Team in Herzogenrath besteht aus mehr als 40 Nationalitäten; die Unternehmenssprache ist Englisch. „Wir gewinnen viele IT-Fachkräfte aus den Aachener Hochschulen“, sagt Meyer-Kahlen: „Wir benötigen aber auch Leute aus anderen Abteilungen. Die kennen sich zwar vielleicht nicht mit der Technik aus, aber sie bringen völlig neue Ideen mit“, erklärt Meyer-Kahlen: „Deshalb ist es gut, wenn man verrückte Leute um sich hat. Die haben einen frischen Blick auf Probleme und gehen neue Wege für Lösungen.“

5G-Netzwerk bereits im Einsatz

Erste Kunden wenden die neue Technologie heute schon an. Auf Basis eines 5G-Netzwerk mit einem möglichst hohen Verbreitungsgrad plant die Firma Ericsson die Errichtung einer Infrastruktur, die gigantische  Datenübertragungsraten bietet. Neben allen Annehmlichkeiten für den Privatgebrauch sollen auch die vielen Industriezweige über 5G mobil vernetzt werden. Die Umsetzung einer „Industrie 4.0“-fähigen, kabellos vernetzten „Smart Factory“ befindet sich laut Meyer-Kahlen in realistischer Reichweite. Damit nimmt Ericsson zum einen die kabellose Vernetzung von Gegenständen und Geräten in den Blick, zum anderen die Möglichkeit der Speicherung und Verarbeitung großer Datenmengen als Grundlage für neue Geschäftsfelder.

Um alles das zu entwickeln, betreibt Ericsson derzeit zwei sogenannte Datencenter – in Stockholm und in Herzogenrath –, mit Hilfe derer das Unternehmen Erfahrungen sammelt und Lösungen testet. Mehr als 10.000 Glasfaserverbindungen kommen allein in Herzogenrath zusammen; täglich wird neue Technik eingebaut. Von dort aus wird das 5G-Netzwerk gesteuert, das schon jetzt beispielsweise auf einer 30 Kilometer langen Trasse an der Autobahn 9 bei Nürnberg aufgebaut ist. „Dadurch können wir sehen, wie es in der Praxis funktioniert und was noch benötigt wird“, erklärt Meyer-Kahlen: „Damit wir die Möglichkeiten, die wir haben, auch umsetzen können.“

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November 20, 2017

Aller guten sind drei – UNICEF GALA in Neuss hilft erneut mit viel Herz

Autor: Christian Dick

Foto: Die stimmgewaltige 13jährige Chelsea Fontenel, Finalistin der Fernsehsendung Voice Kids, begeisterte das Publikum im Neusser Swissôtel mit ihrer stark an Whitney Houston erinnernden Stimme unter anderem mit dem Lied „What a feeling“, Bildmitte: UNICEF-Botschafter und Model Eva Padberg, rechts im Bild der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

1982 legte Heribert Klein in Hilden den Grundstein seiner heute drei UNICEF-Galas, die mit Unterstützung der Commerzbank AG durchgeführt werden. Damit ist dies die längste Gala dieser Art in der Welt. Seit 2015 findet die UNICEF GALA in Neuss statt, zuvor hieß diese Veranstaltung Tanz- und Tennisgala. Seit 2003 findet alljährlich eine UNICEF GALA in Köln statt, in diesem Jahr am 25. November. Am 18. November fand die UNICEF GALA zum dritten Mal im Neusser Swissôtel statt. Man kann in diesem Fall mit Fug und Recht sagen, dass aller guten Dinge drei sind. Denn die diesjährige UNICEF GALA in Neuss war erneut ein grandioser Erfolg.  Heribert Klein, der sich seit 36 Jahren unermüdlich in den Dienst der guten Sache stellt, bei der das Helfen mit Herz im Vordergrund steht, konnte bisher insgesamt 239 Künstler aus 76 Ländern in der ganzen Welt für seine UNICEF-Veranstaltungen gewinnen, die Künstler treten bei UNICEF alle ohne Gage auf. Und auch Heribert Klein selbst ist in all den Jahren immer ein äußerst bescheidener und authentischer Mensch geblieben, bei dem es ansteckend wirkt, wenn er erklärt, dass das Materielle und die berufliche Karriere nicht alles im Leben sind. Sein Herzblut hängt ganz besonders ganz besonders daran, den vielen notleidenden Kindern in der Welt, deren Hunger und Durst für die Menschen in Europa unvorstellbar sind, auf unbürokratische Weise zu helfen. Und so freute sich Heribert Klein ganz besonders, dass Heribert Bohnen, Niederlassungsleiter der Commerzbank AG Neuss, bei der Neusser UNICEF GALA einen Scheck über 315.267,27 Euro für den guten Zweck überreichen konnte.

In diesem Jahr ist wird durch die UNICEF GALAS in Neuss, Köln und Hilden Afrika unterstützt. Eva Padberg, berühmtes Model und seit 2006 UNICEF-Botschafterin, betonte in ihrer Rede in Neuss, dass viele Kinder in Afrika nicht zu Schule gehen können und oft den ganzen Tag damit verbringen, Wasser von einem weit entfernten Fluss zu holen. Mit 6000 Euro kann zum Beispiel schon der Bau eines Brunnens ermöglicht werden.

Foto: Eva Padberg (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Foto: Eva Padberg und Heribert Bohnen, Niederlassungsleiter der Commerzbank Neuss (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Foto: links: Eva Padberg, rechts im Bild: der Organisator der UNICEF GALAS in Neuss, Köln und Hilden Heribert Klein (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

 

Foto: Eva Padberg und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel eröffnen den Tanz (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Foto: Das Bundesfanfarencorps Neuss Furth 1952 e. V.  eröffnete die 3. UNICEF GALA in Neuss (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Foto: Dr. Jürgen Heraeus, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Komitees für UNICEF(Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Neben ihrer Sangeskarriere hat die Finalistin der Fernsehshow Voice Kids Chelsea Fontenel sich dem Tennis verschrieben, Die 13jährige ist in ihrer Altersklasse im Tennis Meisterin in der Schweiz, wo sie mit ihrer Familie lebt. Gemeinsam mit dem amerikanischen Musical-Sänger Dennis A. Legree, Hauptdarsteller in Starlight Express und Bodyguard, trug sie in Neuss das Lied „Up where we belong“ vor. Der Originalversion von Joe Cocker und Jennifer Warnes stand die Interpretation von Chelsea Fontenel und Dennis A. Legree keineswegs nach. Am Ende gab es lang anhaltenden Beifall.

Foto: Chelsea Fontenel und Dennis A. Legree (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Foto: Chelsea Fontenel und die Philippinin Stephanie Reese mit dem Bruder von Chelsea Fontenel (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Foto: Angel Flukes (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Mit von der Partie war in Neuss auch die Engländerin Angel Flukes, Siegerin der Fernsehshow Super Talent 2016

Foto: Seit vielen Jahren sind bei den UNCEF GALAS von Heribert Klein die von den Philippinen stammende Musical Sängerin Stephanie Reese sowie der Musical-Direktor des Théâtre Paris John Florencio dabei, hier im Bild mit der der Nigerianische-Britischen Smooth Jazz, Soul und Gospel Sängerin Felicia Uwaje

Ein Highlight war der Auftritt von Gianluca Terranova, Tenor der Opera di Verona, der unter anderem „Nessun dorma“ vortrug. Im Dezember 2017 hat Gianluca Terranova ein Gastspiel an der Deutschen Oper am Rhein in der Oper „Maria Stuarda“.

Foto: Gianluca Terranova

 

Chelsea Fontenel und Stephanie Reese sangen beim Finale der UNICEF GALA in Neuss den Titel „Halleluja“ von Leonard Cohen.

Foto: Das große Finale, im Vordergrund Chelsea Fontenel und Stephanie Reese, Evan Padberg und Heribert Klein, dahinter Dr. Jürgen Heraeus, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Komitees für UNICEF und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Ein prominenter Gast im Publikum in Neuss war der bekannte Fernseh-Komissar und Düsseldorfer Altstadt-Wirt Michael Naseband.

Foto: Michael Naseband (Aufnahme, copyright: Christian Dick)

Für den Eintrittspreis von 85 Euro bekamen die 650 Gäste in Neuss nicht nur ein grandioses, breit gefächertes Musikspektakel geboten, sondern auch ein 3-Gänge Menü, bestehend aus einem Roten Champagner-Kraut Süppchen mit Garnelen Lumpia als Vorspeise, einem rosa gebratenen Rinderfilet in der Kräuterkruste mit schwarzem Balsamico Jus an karamellisiertem Zucchini-Urkarotten Ragout und Kartoffel Maiscreme als Hauptspeise und einem Dialog von der Orange – Orangen Panna Cotta mit Blutorangensorbet und Pistaziencrumble. Darüber hinaus erhielt alles Gäste eine Tüte mit Präsenten der Kosmetikfirma Binella im Wert von 70 Euro. Außerdem kauften die Gäste eifrig Lose, denn es gab verlockende Preise bei der Tombola, unter anderem eine Reise nach Filzmoos im Salzburger Land, wo bereits seit 36 Jahren in der Kirche ein Konzert zu Gunsten von UNICEF veranstaltet wird.

Die UNICEF GALA in Köln findet am 25. November 2017 statt, die UNICEF GALA in Hilden am 9. und 10. Dezember.

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November 15, 2017

Disney in Concert

Magic Moments

Mit dem Hollywood Sound Orchestra

20.12.2017, Mi., 19:30, Köln, LANXESS arena

Tickets gibt’s ab 70,90 Euro.

21.12.2017, Do., 19:30, Oberhausen, König-Pilsener-ARENA

Tickets gibt’s ab 75,90 Euro.

Ab dem 30.11.2017 präsentiert die neue Konzertreihe „Disney in Concert – Magic Moments“ dem Publikum in 15 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz die schönsten Momente aus über 80 Jahren Disney Filmgeschichte. Die Starsolisten um Gil Ofarim, Cassandra Steen, Anton Zetterholm, Willemijn Verkaik alternierend Sabrina Weckerlin, Milica Jovanović und Lars Redlich werden mit dem Hollywood-Sound-Orchester unter der Leitung von Heinz Walter Florin die beliebtesten Disney Songs auf die Bühnen der großen Konzertarenen bringen. Jan Köppen führt als Moderator durch den Abend. Besonderes Highlight des Abends: YouTube-Star Brian Hull als Special Guest!

Die Zuschauer der diesjährigen Disney in Concert – Magic Moments Tour dürfen sich schon jetzt auf eine wahrhaft magische Bandbreite freuen, denn neben deutschen Original-Sängern aus den Filmen werden brandneue Songs, Musik aus dem Disneyland, Disney•Pixar Hits sowie die schönsten Klassiker zu hören – und natürlich zu sehen – sein.  So wird beispielsweise Cassandra Steen, die bereits im Film „Küss den Frosch“ der liebenswerten Tiana ihre Stimme lieh, ihre Lieblingssongs auch auf der „Disney in Concert“ Bühne performen. Neu im Programm sind Lieder aus den Disney Animations-Highlights „Vaiana“ sowie dem Live Action Märchen „Die Schöne und das Biest“ und auch Stücke aus „Arielle, die Meerjungfrau“, „Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren“, „Der König der Löwen“ sowie „Rapunzel – Neu Verföhnt“ sind Teil der Show.

Zudem wird ein ganz besonderer Special Guest den Cast der Topsolisten erweitern. Der international bekannte Stimmenimitator und YouTube Star Brian Hull wird zusammen mit Popstar Gil Ofarim, Musical-Ikone Anton Zetterholm („Tarzan“), Elsa Stimme Willemijn Verkaik („Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren), Comedian Lars Redlich und den anderen Sängerinnen und Sängern auf Tour gehen und einen exklusiven neuen Song lancieren. Mit über 80.000 Followern auf YouTube und knapp 28 Mio. Aufrufen für sein „Let it Go“-Cover, gehört Brian zu den Ausnahmetalenten im Internet. Er kann nahezu alle Disney Charaktere stimmlich imitieren und sorgt mit seinen lustigen Videos für Begeisterung.

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Grazie, Maestro Muti!

04.11.2017 Köln Philharmonie Stardirigent Riccardo Muti beim Signieren von CD’s etc. im Foyer im Anschluss an das Konzert Foto Andrea Matzker

Eine einzigartige Sternstunde in der Kölner Philharmonie

Von Andrea Matzker

Als Maestro Riccardo Muti pünktlich genau zwei Stunden vor Beginn der großen Messa da Requiem von Giuseppe Verdi am Künstlereingang der Philharmonie erschien, warteten dort bereits unzählige Autogrammjäger und ca. 300 Aspiranten auf Restkarten oder Stehplätze geduldig vor dem Haus. Die Schlange reichte fast bis zum Rhein hinunter. Zur Verwunderung aller Fans kam der Meister völlig unprätentiös allein und ohne jegliche Begleitung und bahnte sich mild lächelnd einen Weg durch die Massen. Der gesamte riesige Musikapparat von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks war erst soeben aus München angereist. Das Publikum in der Philharmonie, die bis auf den letzten Platz bereits wochenlang ausverkauft war, wartete mit Spannung auf den Auftritt Mutis im Konzertsaal. Als er endlich nach Orchester, Chor und Solisten auftrat, wurde er mit brandendem Applaus empfangen. Als er den Taktstock hob, hätte man eine Stecknadel fallen hören können, es schien, als ob das gesamte Publikum den Atem anhielt. Und dies während der ganzen 100 Minuten des Requiems. Muti verzauberte die Menschen mit seiner zurückhaltenden, tiefgehenden und feinen Interpretation Verdis derart, dass viele Zuschauer Tränen in den Augen hatten. Alle waren komplett in seinem Bann. Dafür spendete das Publikum auch zehn ganze Minuten stehende Ovationen, Bravo-Rufe und donnernden Applaus für Orchester, Chor, Sopran Krassimira Stoyanova, Mezzosopran Anita Rachvelishvili, die für die erkrankte Elina Garanca eingesprungen war, Tenor Francesco Meli, Bass Riccardo Zanellato und Riccardo Muti! Vielleicht war Muti gerade an diesem Tag auch so besonders mitreißend, weil der 4. November der Feiertag der nationalen Einheit in Italien ist, für die Verdi sich bereits selbst intensiv eingesetzt hatte. Nicht umsonst stammt auch von ihm die italienische Nationalhymne. Im Anschluss an das Konzert meinten auch einige Musiker des Bayerischen Symphonieorchesters selbst, dass Muti heute so besonders bewegend dirigiert habe. Es war auch ihnen aufgefallen. Treue Philharmonie-Besucher, die seit fast 30 Jahren regelmäßig zu Konzerten kommen, sagten, noch nie etwas derartig Wunderbares gehört und erlebt zu haben. Zur großen Freude der Fans gab der Maestro im Anschluss noch Autogramme im Foyer der Philharmonie, wo sich eine ebenso lange Schlange von Wartenden gebildet hatte, wie zu Beginn vor dem Haus. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dieser Konzertabend der entschiedene Höhepunkt der Saison und eine unvergessliche Sternstunde für Köln und die Philharmonie war.

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November 14, 2017

Lehrreiches Buch zur Deutschen Geschichte

Buchtip von Christian Dick

Ein didaktisch überaus wertvolles Buch über eine der wichtigsten Epochen der deutschen Geschichte ist im Greven Verlag erschienen. Der Fokus des Buches „Wie Deutschland entstand – und Hitler es zerstörte“ von Dr. Ludgner Grevelhörster liegt auf dem Zeitraum von 1871 bis 1949, also der Epoche von Bismarck, über das Dritte Reich bis hin zu Konrad Adenauer. Die Lektüre des Buches ist für jeden Schüler ein Muss, denn das Buch stellt die Geschichte und den historischen Kontext keineswegs nüchtern, sondern vielmehr greifbar und anschaulich dar. Es enthält viele Zeichnungen und Karten.  Das Buch sollte daher zur Pflichtlektüre im modernen Geschichtsunterricht in Deutschland werden.

ENDLICH VERSTÄNDLICH: DEUTSCHE GESCHICHTE VON BISMARCK BIS ADENAUER

Wie schmiedete Bismarck das Deutsche Reich? Wer trägt die Schuld am Ersten Weltkrieg? Wie konnte Hitler an die Macht gelangen? Und warum kam es zur deutschen Teilung?

Diese und viele weitere Fragen beantwortet der Historiker Ludger Grevelhörster spannend und leicht verständlich. Ausgehend vom Wissensstand und Informationsbedürfnis Jugendlicher erklärt er die damaligen Ereignisse mühelos nachvollziehbar und in erzählerischem Ton. Es gelingt ihm, den Leser neugierig auf Geschichte zu machen und anschaulich zu vermitteln, wie die Menschen gedacht und gefühlt haben. Dabei wird alles Wesentliches erklärt – nichts muss gegoogelt oder nachgeschlagen werden.

Die kompakte Darstellung der geschichtlichen Abläufe von der Reichsgründung 1871 bis zur Entstehung der Bundesrepublik 1949 ist ebenso für Erwachsene und Kenner der Materie ein packender Lesestoff.

Rüdiger Trebels’ Zeichnungen sorgen für zusätzliche Anschaulichkeit. So vermittelt dieses Buch Grundlagenwissen in konzentrierter Form und auf sehr eingängige Weise.

Dr. Ludger Grevelhörster (geb. 1958) ist Historiker und Lehrer. Davor war er bis 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Westfälische Landesgeschichte an der Universität Paderborn. Er hat mehrere Publikationen zur deutschen Geschichte verfasst.

Rüdiger Trebels (geb. 1962) lebt seit seinem Studium der Visuellen Kommunikation in Düsseldorf. Er arbeitet für Werbeagenturen, Zeitschriften- sowie Kinder- und Schulbuchverlage. Für den Greven Verlag Köln hat er Rosas Montag in Köln illustriert.

Angaben zum Buch

Ludger Grevelhörster (Text) und Rüdiger Trebels (Illustrationen)

Wie Deutschland entstand – und Hitler es zerstörte

Deutsche Geschichte von 1871 bis 1949 für jugendliche Leser

288 Seiten mit 28 farbigen Illustrationen

Broschur

Format 13 × 21 cm

18.00 Euro

978-3-7743-0682-0

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Burgen der Kölner Erzbischöfe

Buchtip von Christian Dick

 

Im Kölner Greven Verlag ist ein hervorragendes Taschenbuch über die Burgen, die die Kölner Erzbischöfe im Rheinland errichtet haben, erschiene. Das Buch besticht durch sehr schöne Bilder und Abbildungen und weckt beim Leser ein besonders großes Interesse daran, die historischen Stätten selber zu erkunden. Verfasst wurde das Buch von einer ausgewiesenen Expertin, der ehemaligen Dombaumeisterin Professor Barbara Schock-Werner.

Ein erstmaliger Überblick von Andernach bis Zons

 

Wolkenburg, Rolandseck, Drachenfels – diese klingenden Namen bezeichnen nur einige der zahlreichen Burgen, welche die Kölner Erzbischöfe im Laufe von 800 Jahren errichtet, erworben oder erkämpft haben. Als geistliche und zugleich weltliche Herrscher war es für sie selbstverständlich, dass sie ihren Landesbesitz sichern und gegen Rivalen verteidigen mussten. Rainald von Dassel, Philipp I. von Heinsberg, Konrad von Hochstaden und Siegfried von Westerburg: All jenen legendären Krieger-Bischöfen waren ihre Festungen nicht weniger wichtig als ihre Kirchen. Heute besitzt das Rheinland dadurch ein besonders reiches Erbe an mittelalterlichen Burgen. Dennoch fehlte es bisher an einer Zusammenstellung – eine Lücke, die nun geschlossen wird: Prägnant und übersichtlich stellt dieses Buch die Burgen der Kölner Erzbischöfe vor. Autorin ist die langjährige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner, die zurzeit der Deutschen Burgenvereinigung als Präsidentin vorsteht.

Über die Autorin

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (geb. 1947) ist bereits seit Studententagen Mitglied der Deutschen Burgenvereinigung e. V., 2013 wurde sie zur Präsidentin ernannt. Im Greven Verlag Köln erschienen von der ehemaligen Dombaumeisterin (1999–2012) unter anderem Kölner Dom und Wie der Dom nach Köln kam.

Angaben zum Buch

Burgen der Kölner Erzbischöfe

Barbara Schock-Werner

80 Seiten mit 22 meist farbigen Abbildungen

Klappenbroschur

Format 12,5 × 20,5 cm

9.90 Euro

978-3-7743-0679-0

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November 9, 2017

Der gehobene Kunstschatz von Cornelius Gurlitt

 Hagelstürme im März in Sewastopol von Honoré Daumier aus dem Jahr 1855 (Foto Andrea Matzker)

 

Francesco Guardi’s Venezianische Straßenszene (Foto Andrea Matzker)

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Parallel zum Kunstmuseum Bern zeigt die Bonner Bundesausstellungshalle unter dem Titel “Bestandsaufnahme Gurlitt” bis Mitte März 2018 bisher verborgene Schätze der Sammlung und des Nachlasses Gurlitt und stellt sie somit erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. Die Berner Schau konzentriert sich auf den Aspekt “Entartete Kunst“, wohingegen die Bonner Ausstellung die problematische Rolle des Kunsthandels während der Nazizeit beleuchtet. Da über den weiteren Verbleib der meisten dieser Kunstwerke noch nicht entschieden ist, empfiehlt sich ein Besuch der Bonner Ausstellung unbedingt, da es sich zum größten Teil um ausgesprochene Kostbarkeiten verschiedenster Perioden handelt, die man womöglich nie mehr zu sehen bekommt. Die Sammlung umfasst rund 250 außergewöhnliche Kleinode, köstliche, gerade postkartengroße Zeichnungen und Gemälde, ebenso wie großflächige, höchst beeindruckende Meisterwerke. Viele schriftliche Aufzeichnungen und exemplarische Biografien von Zeitgenossen runden die Ausstellung ab und zeigen auf, wie problematisch die Erstellung einer ausführlichen, zuverlässigen und ununterbrochenen Provenienzgeschichte eines Kunstwerkes ist. Diese Auflistung ist allerdings auch bei vielen Werken, die nicht der sogenannten “Raubkunst” angehören, schwierig zu erstellen und oft genug raffiniert gefälscht worden. In jedem Fall haben sich der Bund und der Freistaat Bayern im Umgang mit dieser Sammlung wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert, wie hinlänglich bekannt sein dürfte. Cornelius Gurlitt, der darüber mit 81 Jahren im Jahr 2014 verstarb, soll gesagt haben, dass “die Nazis scheinbar nie aufhören, einem alles wegzunehmen” (Zitat unter anderem aus dem Dokumentarfilm “Gurlitts Schatten” von Stefan Zucker aus dem Jahre 2017, 3sat, 4. November 2017). Es darf nicht vergessen werden, dass Gurlitt diesen großartigen Schatz sein Leben lang für die Nachwelt gehütet hat, und dass der Vorwurf der sogenannten “Raubkunst” bisher erst bei angeblich sechs Werken nachgewiesen werden konnte. Und eigentlich gilt doch in Deutschland die Unschuldsvermutung, oder nicht? Insofern liegt also eine traurige Stimmung über der Ausstellung, die einem aber nicht die Freude über die unglaublich schönen Kunstwerke nehmen sollte.

Der Löwe von Eugène Delacroix aus dem Jahr 1859 (Foto Andrea Matzker)

Der Orientalische Reiter von Eugène Delacroix  (Foto Andrea Matzker)

Flusslandschaft von Jan Brueghel dem Jüngeren (Foto Andrea Matzker)

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Oktober 26, 2017

SOMMERABEND – Über zwei Ehen, die zum Kleinkrieg ausarten

Autor: Christian Dick

Die aktuelle Inszenierung im Düsseldorfer Theater an der Kö hat es so richtig in sich. Zwei Ehepaare, deren Kinder heiraten wollen, wollen sich bei einem Grillabend im Garten der Eltern der künftigen Braut kennenlernen. Das sommerliche Ambiente mit Vogelzwitschern könnte eigentlich die Grundlage für einen romantischen Abend sein. Aber gerade die Romantik kommt bei den beiden Ehepaaren, die seit dreißig Jahren verheiratet sind, an diesem Abend gar nicht auf. Stattdessen fliegen zwischen den jeweiligen Ehepartnern verbal die Fetzen. So viel Sarkasmus, Zynismus, Bloßstellungen und Beleidigungen in geballter Form hat man selten in einem zweistündigen Theaterstück erlebt. Die Handlung spitzt sich immer mehr zu, was einen überaus spannenden Theaterabend garantiert. Am Ende kommt auch noch das verliebte Brautpaar und man darf gespannt sein, wie dieses auf das Verhalten ihrer Eltern reagiert.

„Sommerabend“, aus der Feder des Autors von „Butterbrot“ und Honigmond“, Gabriel Barylli, erlebt im Theater an der Kö seine Uraufführung. Das Stück ist sehr sehenswert.

Schauspielerisch ist diese Inszenierung außerordentlich gut besetzt. Es wirken mit ISABEL VARELL, UTE WILLING, MARTIN ARMKNECHT, TIMOTHY PEACH, LAURA-ANTHEA HEYNER, TOBIAS SCHWIEGER

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Theater an der Kö unter folgender Adresse zu finden: http://www.theateranderkoe.de/

 

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Oktober 17, 2017

Orgelkonzert „Die Glocken von Rom“ in Düsseldorf-Gerresheim

22.10.2017 (18:00)

Ein Orgelkonzert unter dem Titel „Die Glocken vom Rom“ mit Professor Johannes Geffert (Köln) findet am Sonntag, 22.10., 18 Uhr, in St. Margareta Düsseldorf, Gerricusplatz, statt. Auf dem Programm stehen Werke von Liszt, Rossi, Bossi und Mulet. Karten im Vorverkauf über das Pastoralbüro kosten 10 Euro; an der Abendkasse 12 Euro.

Die Basilika St. Margareta ist erreichbar mit der U-Bahn-Linie U73 vom Düsseldorfer U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee in Richtung Gerresheim, wobei man an der Haltestelle Gerresheim Rathaus aussteigen muss.

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Oktober 13, 2017

Konzert im Rahmen des IDO-Festivals in Düsseldorf

Dienstag, 17.Oktober 2017, 20 Uhr

ORGEL TRIFFT JAZZ:  Reinhold Richter & Sebastian Gahler Trio

Pfarrkirche St. Antonius, Düsseldorf- Oberkassel

im Rahmen des IDO-Festivals

Johann Sebastian Bach, Olivier Messiaen und Jehan Alain, sie waren die Großmeister der Orgel. Reinhold Richter interpretiert ihre Werke auf der Orgel in der Originalgestalt.

Eigens entworfene Bearbeitungen des Jazzpianisten und Komponisten Sebastian Gahler lassen dann die bereits gehörten Werke in einem neuen Licht erscheinen. Angereichert wird die Aufführung mit Improvisationen von Bassist Nico Brandenburg und Schlagzeuger René Marx. In diesem Konzert, das als Gastkonzert des IDO-Festivals in der Pfarrkriche St. Antonius veranstaltet wird, begegnen sich Jazz und Orgelmusik auf ganz besondere Weise.

Konzertprogramm:

  1. Messiaen: La Nativité du Seigneur

La Vierge el L ´enfant

 

  1. S. Bach: Passacaglia in c-Moll, BWV 582
  2. Messiaen: Subtilité des Corps glorieux

 

  1. Alain: Litanies

Eintritt: 18 €, Abendkasse: 22 €, ermäßigt 15 €,

VVK: Pfarrbüro St. Antonius und Benediktus, Friesenstraße 81,

T: 0211 / 5779000

 

VORSCHAU:

Sa 14.10.17, 19 Uhr

Chorkonzert mit dem Jungen Konzertchor Düsseldorf

Felix Mendelssohn Bartholdy: Paulus

Pfarrkirche St. Antonius

 

So. 29.10.17, 20 Uhr

Orgel plus Klavier

Els Biesemans und Pieter-Jelle de Boer

im Rahmen des IDO-Festivals

Pfarrkirche St. Antonius

 

Mehr Informationen auch unter:

www.santobene.de

www.ido-festival.de

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