May 19, 2012

Foto: Alice Zikeli, Jeannine Burch, Franceso Russo und Nico Venjakob (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Regisseur Jürgen Wölffer, Markus Majowski und Jeannine Burch (Aufnahme: Christian Dick)
Autor: Christian Dick
Äußerst heiter geht es in der aktuellen Komödie „Der Mann, der sich nicht traut“ im Kölner Theater am Dom zu. Bei diesem Stück aus der Feder von Curth Flatow bleibt wirklich kein Auge trocken. Eine Pointe jagt die nächste. Bei der Premiere hörte das Publikum gar nicht auf zu lachen. Die Schauspieler liefern eine grandiose Leistung ab. Ein bißchen erinnert man sich an Szenen aus der erfolgreichen ZDF-Serie „Ein verrrücktes Paar“, die Ende der 1970er Jahre ausgestrahlt wurde.
Die Inszenierung im Theater am Dom, für die Jürgen Wölffer, Gründer und ehemaliger Intendant des Theater und der Komödie am Kurfürstendamm verantwortlich zeichnet, enthält sehr viel Situationskomik. Man kann auch interessante soziologische Studien machen, denn man erfährt sehr viel über die unterschiedliche Kommunikation von Männern und Frauen. Im Mittelpunkt steht der Standesbeamte Wolfgang Jäger. Obwohl dieser tagtäglich viele Ehenschließungen besiegelt, hat er selber seit seiner Scheidung eine überaus starke Aversion gegen die Ehe. „Die Ehe ist ein morscher Ast am Baum der Gesellschaft. Ihn hat nur deswegen noch niemand abgesägt, weil so viele daran hängen“, ist nur einer von Jägers Aussprüchen, der belegt, dass dieser Mann zu einem erbarmungslosen Zyniker geworden ist. Wolfgang Jäger führt ein gut organisiertes Junggesellenleben, gemeinsam mit seinem erwachsenen Sohn Ulrich. Eines Tages offenbart ihm sein Sohn, dass er in den Stand der Ehe treten möchte. Das ist für Wolfgang Jäger eine Horrorvorstellung. Zu allem Unglück begegnet ihm am selben Tag eine attraktive Dame, die bei ihm ein Gefühlschaos hervorruft, gegen das er sich nicht zu wehren vermag … Das Stück hat also auch viel Erotik und passt daher glänzend in die Frühlingszeit.
Mit der Zusammenstellung des Ensembles hat das Theater am Dom mal wieder eine glückliche Hand bewiesen. Mit von der Partie sind in dieser Komödie Markus Majowski, Jeannine Burch, Simone Pfennig, Francecso Russo, Alice Zikeli, Nico Venjakob und Christine Kättner.
Das Theater am Dom ist unter der Telefonnummer 0221-2580153/54 zu erreichen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Theater am Dom unter der Internetadresse www.theateramdom.de.

Foto: Simone Pfennig, Christine Kättner, Alice Zikeli und Nico Venjacob (Aufnahme: Christian Dick)
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May 17, 2012

Foto: die Fortuna-Fans vor dem Düsseldorfer Rathaus (Aufnahme: Christian Dick)
Autor: Christian Dick
Tausende Fans feiert am 16. Mai vor dem Düsseldorfer Rathaus ihre Fußball-Mannschaft Fortuna Düsseldorf. Nach einem Spiel gegen Hertha BSC Berlin am 15. Mai im Rheinstadion stattfand, das ein wahrer Nervenkitzel war und beinah abgebrochen worden wäre, waren die Düsseldorfer gestern immer noch wie im Rausch. Hertha BSC hat nun Protest eingelegt. Die Entscheidung wird am 18. Mai fallen. Es gibt dann mehrere Möglichkeiten, unter anderem ein Wiederholungsspiel, eine Aufstockung der Liga oder eine Geldstrafe für Fortuna.
Die Fortuna-Spieler trugen sich am 16. Mai im Rathaus in der Goldene Buch der Stadt Düsseldorf ein. Oberbürgermeister Elbers lobt die Mannschaft und erklärte eine solche Leistung sei nicht möglich, wenn eine Mannschaft nicht zusammenstehe. Besonders großen Respekt zollte Elbers Fortunas Trainer Norbert Meier.

Foto: Trainer Norbert Meier (Aufnahme: Christian Dick)
Alle Höhen und Tiefen von Fortuna Düsseldorf hat der Spieler Andreas Lambertz, genannt “Lumpi” miterlebt. Er war bereits in der Oberliga in der Mannschaft.

Foto: Andreas Lambertz (Aufnahme: Christian Dick)
Mit Curry-Wurst, Pommes Frites und einem leckeren Altbier wurde im Düsseldorfer Rathaus gefeiert. Unter den Gästen war auch CDU-Ratsherr Stefan Friedel, ein leidenschaftlicher Fortuna-Fan.

Foto: Bildmitte: Stefan Friedel (Aufnahme: Christian Dick)
Im Rathaus waren am 16. Mai die Vorstandsmitglieder von Fortuna.

Foto: Fortuna-Sport-Vorstand Wolf Werner (Aufnahme: Christian Dick)
Vor dem Uerige in der Altstadt feiert diese Fans:

(Aufnahme: Christian Dick).
Eine sagenhafte Leistung: An dieser Fahne wurde sage und schreibe 8 Monate gearbeitet:

(Aufnahme: Christian Dick)
Und in einem Haus am Marktplatz vor dem Düsseldorf Rathaus geht in diesen Tagen heiß, die Düsseldorf sind eben Lokalpatrioten:

(Aufnahme: Christian Dick)
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Foto: Weihbischof Dr. Dominik Schwaderlapp (Aufnahme: Christian Dick)
Der neue Kölner Weihbischof Dr. Dominik Schwaderlapp besucht in diesen Wochen alle Gemeinden in seinem Seelsorgerbereich des Erzbistums Köln. Am 16. Mai hielt er die Vorabendmesse in St. Josef Düsseldorf-Rath zu Christi Himmelfahrt. Drei Akzente setzte er in seiner Predigt, bei der man das Feuer der Begeisterung am Glauben spürte: 1. Es gibt einen Auftrag “Bleibt in Jerusalem”, das heiße “Bleibt in Gott” oder “Bleibt in Jesus Christus”. 2. Es gibt eine Verheißung, nämlich den Heiligen Geist. 3. Es gibt eine Sendung “Geht hinaus in die Welt”.
Autor: Christian Dick
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May 15, 2012
Autor: Christian Dick

Foto: Audi bringt Musik in die Stadt: Boris Neisser, Destination Düsseldorf und Peter Zieten , Audi Region West (beide im Fahrzeug), Thomas Lache, AOK Rheinland und Jan Hinnerk Meyer vom Förderverein Kaiserpfalz Kaiserswerth sowie Schüler des Theodor-Fliedner-Gymnasiums blicken mit Spannung der Jazz Rally und der Preview-Konzerte in der Kaiserpfalz entgegen (Aufnahme: Christian Dick).

Foto: So sieht Motiv der Jazz Rally 2012 aus (Aufnahme: Christian Dick)
An Pfingsten ist in Düsseldorf wieder Musik angesagt, bei der man schwungvoll mittanzen kann und bei der garantiert gute Stimmung angesagt ist. Die Düsseldorfer Jazz Rally findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Die NRW-d-e-p-e-s-c-h-e verlost aus diesem Anlass zweimal je einen Button für die Düsseldorfer Jazz Rally, mit dem man allen Konzerte besuchen kann. Die Buttons kosten im Vorverkauf 29,- Euro und an der Abendkasse 35,- Euro für die gesamte Jazz Rally vom 25. bis 27. Mai 2012.
Boris Neisser, Vorstandsmitglied der Destination Düsseldorf, die für die Organisation der Jazz Rally verantwortlich ist, betonte, dass die Jazz Rally wegen der großen Bandbreite der dargebotenen Musik besonders reizvoll ist. Es wird etwas für jeden Geschmack geboten. Blues, Rock, Soul und Dixie bilden die Grundlagen für einen bunten musikalischen Blumenstrauß, der den Frühling sicherlich noch farbenfroher macht. Unter Einbeziehung der Preview, die immer in einem Stadtteil stattfindet, in diesem Jahr im fünften Jahr in Folge die Kaiserpfalz in Kaiserswerth, werden nach Angaben Neissers an vier Tagen etwa 8.400 Minuten Musik in Düsseldorf dargeboten.
Die Preview am Donnerstag, 24. Mai, ab 18:30 Uhr in Kaiserswerth ist ein besonderer musikalischer Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Boris Neisser, erklärte im Rahmen einer Pressekonferenz: „Die Preview-Konzerte sind ein stimmungsvoller musikalischer Auftakt für unser Festival. Die Kaiserpfalz mit ihrer einzigartigen Atmosphäre ist hierfür ein idealer Ort, der bereits Kultcharakter hat. Besonderer Dank gilt dem ´Förderverein Kaiserpfalz Kaiserswerth´ und der Stadtsparkasse Düsseldorf für die Initiierung und Unterstützung der diesjährigen Konzerte!“
Previews haben bei Deutschlands größtem Jazz-Festival Tradition. Bereits zum achten Mal beteiligt sich ein Düsseldorfer Stadtteil mit vorgezogenen Konzerten an der Jazz Rally. Die Kaiserswerther Kaiserpfalz ist zum fünften Mal Gastgeber – vorab waren der Clemensplatz in Kaiserswerth sowie der Barbarossaplatz und der Belsenpark in Oberkassel Schauplatz des Jazz Rally-Auftaktes.
Die Bands 2012 im Überblick:
Big Band des Theodor-Fliedner-Gymnasiums
Echtes Lokalkolorit in Kaiserswerth! Nach dem großen Erfolg bei der Preview im vergangenen Jahr präsentiert die Big Band des Theodor-Fliedner-Gymnasiums dieses Mal Ausschnitte aus ihrem Jahresprogramm „Come together“. Dazu gehören Titel aus den Stilrichtungen Swing, Jazz-Rock, Latin, Funk sowie Ausdrucksvarianten moderner jazzverwandter Stilarten.
Die Vocals der Band ermöglichen Soundwechsel zwischen Big Band-Titeln,
Combo-und Jazzchorarrangements.
Donnerstag, 24. Mai, Kaiserpfalz, 18.30 – 20.00 Uhr
Willy Ketzer
Willy Ketzer hat seine Karriere in den Studios und auf Tourneen mit Klaus Doldingers Passport begonnen und ist seit fast 30 Jahren der Schlagzeuger des Jazz-Altmeisters Paul Kuhn. Als Studiomusiker und Drummer auf Tourneen begleitete er in den USA und Europa Weltstars wie Tom Jones, Liza Minnelli und Jose Carreras. Aktuell tourt er mit seinem neuen Album
„A Tribute to Ramsey Lewis“. Let’s Jazz!
Donnerstag, 24. Mai, Kaiserpfalz, 20.30 – 22.00 Uhr
Tickets für die Preview (13,-€ VV, 15,-€ AK, Button nicht gültig) erhältlich bei:
-Buchhandlung Lesezeit, Klemensplatz 1
-Buchhandlung Diakonie, Alte Landstr. 179
-Buchhandlung-Bürobedarf Max Apel, Kaiserswerther Markt 21
-Geschäftsstelle der Destination Düsseldorf, Messeplatz,
Tel: 0211/4560-979
-oder an der Abendkasse.
Weitere Informationen zur 20. Düsseldorfer Jazz Rally:
Jazz Rally im Internet: www.duesseldorfer-jazzrally.de
Hier noch einige allgemeine Informationen zu Düsseldorfer Jazz Rally:
Die AOK Rheinland präsentiert:
Volker Rosin – Stargast für „kleine“ Musikfans
Die Jazz Rally bietet Musik für (fast) jeden Geschmack. Auch kleine und kleinste Musikfreunde können sich bei diesem Düsseldorfer Musikwochenende wohl fühlen, mitfeiern und -tanzen. Grund ist der zweite Auftritt von Volker Rosin, einem der bekanntesten Kinderliedermacher in Deutschland. Der „König der Kinderdisco“ hat in den letzten 30 Jahren mehr als drei Millionen Tonträger verkauft und die Sendung KI.KA Tanzalarm mit erfunden. Er arrangiert seine Musik so mitreißend, dass es selbst den Großen in den Beinen zuckt. Seine Songs bedienen sich ebenso an Samba wie an Disco Fox, an Dixieland wie an Techno, an der luftig leichten Rhythmik des Südens wie am lauten Beat des Nordens. Präsentiert und unterstützt wird dieses besondere Konzert von der AOK Rheinland Hamburg, die seit vielen Jahren die Jazz Rally mit Projekten wie „Wassermusik“ oder Besuchen der „Maus“ bereichert.
Volker Rosin, Sonntag, 27. Mai, 16.00 bis 17.00 Uhr, Sparda Bank-Bühne,
Marktplatz. Open Air, Eintritt frei.
Ray – ein Film über die Soul-Legende Ray Charles
Die Jazz Rally bietet auch bewegte Bilder. Wer sich von turbulenter Live-Musik erholen möchte, dem sei „Ray“ empfohlen. Der Film erzählt die Lebensgeschichte,die musikalischen Stationen sowie den Aufstieg und Fall der Soul-Legende Ray Charles.
Ray: Sonntag, 27. Mai, 19.00 Uhr, Black Box, Schulstraße 4, Eintritt Button
Jazz Rally-Gewinnspiel
Bis Sonntag, 27. Mai, können alle Jazz Rally-Fans auf www.duesseldorfer-jazzrally.
de an einem attraktiven Gewinnspiel teilnehmen. Wer die Frage „In welchem Jahr fand die erste Düsseldorfer Jazz Rally statt?“ richtig beantwortet, kann u.a. eine Reise nach Wien (mit Übernachtungen im Lindner-Hotel), eine Audi Driving Experience, oder iPhones von Vodafone gewinnen (Teilnahme ab 18 Jahren)!
Verlosung der NRW-d-e-p-e-s-c-h-e
Und nun zur Verlosung von zweimal je einem Button für die Jazz Rally durch die NRW-d-e-p-e-s-c-h-e. Die Preisfrage lautet: Wieviel Minuten Musik werden bei der Jazz Rally präsentiert? Ihre Antwort mit Angabe Ihres Namens wollen Sie bitte bis Montag, 21. Mai 2012, an die Adresse gewinnspiel@nrw-depesche.de senden. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Viel Glück!
Filed by Christian Dick at May 15th, 2012 under Düsseldorf
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May 13, 2012

Foto: Andreas Brucker und Dorkas Kiefer in “Gut gegen Nordwind” (Aufnahme: Christian Dick)
Die Abhängigkeit vom Medium Internet wird in der neuesten Inszenierung für die Theaterdirektor René Heinersdorff im Theater an der Kö in Düsseldorf verantwortlich zeichnet, persifliert.
Nicht zuletzt seit es die „Generation facebook“ gibt, wird immer deutlicher, dass viele Menschen ganz in die virtuelle Welt abtauchen und die reale Welt um sich herum vergessen. Das Internet ist aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Die schöne digitale Welt kann sicherlich zum Aufbau von Kontakten sehr gut genutzt werden. Erschreckend an dieser Entwicklung ist jedoch, dass heutzutage viele Menschen mehr virtuelle als unmittelbare persönliche Kontakte haben. Das Internet ist darüber hinaus auch eine Art „Scheinwelt“. Wie oft macht man sich Gedanken über seine virtuellen Kommunikationspartner, die man womöglich noch nie persönlich gesehen hat?
Im Internet gibt es neben den sozialen Netzwerken auch viele Kontaktbörsen, wo man angeblich den Traumpartner/die Traumpartnerin finden kann. In diesen Kontaktbörsen gilt es indes, sich besonders gut zu verkaufen, was bei einer persönlichen Begegnung mitunter zu einer unangenehmen Überraschung führen kann. Dies zeigt, dass die virtuelle Welt auch ihre Tücken hat, denn das imaginäre Bild, dass man sich hier von anderen Menschen macht, hat oft mit der Realität nur wenig zu tun. Aber die menschlichen Phantasien haben bekanntlich keine Grenzen. Genau diese Thematik greift das Stück „Gut gegen Nordwind“ aus der Feder von Daniel Glattauer auf. Dieses Buch wurde 2006 – als vor dem Boom von facebook veröffentlicht – und ist seitdem ein Renner. Inzwischen ist dieses Buch, das von Daniel Glattauer als Bühnenversion umgesetzt worden ist, deutschlandweit an Theatern ein sehr gefragter Stoff. Am 11. Mai 2012 fand nun die Premier im Theater an der Kö in Düsseldorf statt. Obwohl man meinen könnte, dass ein solcher Stoff vor allem jungen Menschen in seinen Bann zieht, war das Publikum an diesem Abend gemischt. Es gab am Ende frenetischen Beifall für die beiden Schauspieler Dorkas Kiefer, die die Figur der „Emmi Rothner“ verkörpert und Andreas Brucker, der in die Rolle des „Leo Leike“ geschlüpft ist. Die beiden Protagonisten kommen sich nur in der virtuellen Welt näher. Bis zum Schluss bleibt diese Inszenierung wahnsinnig spannend, weil der Zuschauer sich immer die Frage stellt „Wann treffen sich die beiden nun eigentlich persönlich?“. Dass sich die beiden überhaupt via Internet kennenlernen ist ein unglaublicher Zufall. Emmi Rothner will per E-Mail die Kündigung eines Zeitschriften-Abonnements schreiben. Weil sie jedoch eine falsche e-mail-Adresse eingibt, erreicht die e-mail einen anderen Adressaten als ursprünglich beabsichtigt. Hierbei handelt es sich um Leo Leike. Dieser antwortet darauf – allerdings zuerst in der Absicht, darauf hinzuweisen, dass er der falsche Empfänger ist. Es beginnt ein E-Mail-Austausch voller Emotionen zwischen den beiden Hauptfiguren. Es dauert nicht lange und die beiden Schreiber ziehen sich wechselseitig immer mehr in ihren Bann. Jedoch befinden sie sich in einem Wechselbad der Gefühle. Einerseits würden sie einander nur allzu gerne persönlich kennenlernen, andererseits plagt sie das Unbehagen, dass eine Illusion zerstört werden könnte, weil der Kommunikationspartner möglicherweise nicht ihrem jeweiligen Wunschbild entsprechen könnte. Das Stück hat sehr viel Erotik und Romantik. Man kann interessante psychologische Studien über die unterschiedlichen Kommunikationsweisen von Frauen und Männern machen. Dorkas Kiefer und Andreas Brucker verleihen diesem Stück viel Pepp und Dynamik. Ein äußerst kurzweiliger Theaterabend mit dem Prädikat „äußerst empfehlenswert“!
Dorkas Kiefer hat beim Fernsehen mit der Daily Soap „Unter Uns“begonnen. Zur selben Zeit spielte Andreas Brucker die Hauptrolly in der ARD-Daily Soap „Verbotene Liebe“. Dadurch sind sich die beiden schon früher gelegentlich über den Weg gelaufen, hatten aber nie engeren Kontakt. Dorkas Kiefer freut sich sehr, dass sie nun mit Andreas Brucker gemeinsam auf der Bühne steht und die Gelegenheit hat, mit ihm in der Freizeit einiges zu unternehmen und ihm ihre neue Heimat Düsseldorf zu zeigen. Als sie den Stoff gelesen hat, war Dorkas Kiefer sofort hellauf begeistert von „Gut gegen Nordwind“. Besonders die Frauen, die Andreas Brucker kennt, waren seinen Angaben zufolge ganz aus dem Häuschen als sie hörten, dass er den Leo Leike spielt. Andreas Brucker weicht stark von der Norm seiner Generation ab, denn dem Internet kann er gar nicht abgewinnen. Er hat keine eigene Internetseite, hierum kümmert sich nur seine Schauspielagentur. Er kommuniziert grundsätzlich nicht via e-mail und er lässt sich nur zu Weihnachten dazu verleiten, eine SMS zu schreiben, die dann ausführlicher und persönlich ist. Andreas Brucker hat einen treuen Freund, der nichtvon seiner Seite weicht. René Heinersdorff hat sogar überlegt, diesen Hund in das Stück einzubauen, aber da Tiere nicht immer wie geplant reagieren, ließ man die Idee wieder fallen.

Foto: Andreas Brucker mit seinem Hund Fiete und Dorkas Kiefer (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Andreas Bruckers Hund Fiete (Aufnahme: Christian Dick)
Weitere Informationen erhalten Sie unter der Internetadresse www.theateranderkoe.de.
Autor: Christian Dick
Filed by Christian Dick at May 13th, 2012 under Kultur
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May 12, 2012

Foto: Druckmaschine der Firma OMET (Aufnahme: Christian Dick)
Autoren: Christian Dick und Ralf Roeb
„Rund 170.000 Besucher aus 115 Ländern“ – der Chef der Düsseldorfer Messe Werner Dornscheidt war stolz, dies zur Halbzeit der weltweit größten Messe für Druckerzeugnisse in Düsseldorf, der drupa 2012, verkünden zu können.
Nach den schwierigen Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise, ist die Druckbranche jetzt wieder deutlich im Aufwind, wovon der erfolgreiche Abschluss kukrativer Geschäfte auf der drupa 2012 zeugt. So hat etwa die Firma Consolidated Graphics 10 der neuen B2-Format Indigo 10000-Druckmaschinen gekauft und das MediaCenter Rotterdam hat 4 Digitaldruckmaschinen der Firma Canon gekauft.
Erfolgreich am Markt agiert insbesondere die israelische Firma Landa Corporation. Firmenchef Benny Landa ist schon lange ein Visionär auf dem Gebiet des Digitaldrucks. Seinem maßgeblichen Einfluss ist die Richtung zu verdanken, in die sich die Graphikindustrie in den letzten drei Jahrzehnten entwickelt hat. Er war damit Trendsetter und hat ein Umdenken im organisatorischen Beriech und in den Arbeitsabläufen bewirkt. Wenngleich der geistige Vater des „digitalen Offsetdrucks“ seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft der Firma Hewlett Packard vollzogen hat, gibt er jedoch aktuell immer noch der Innovation eine starke Schubkraft. Benny Landa hatte die Sparte Indigo an die Firma Hewlett Packard verkauft, um sich ganz der Erforschung der Nanotechnologie im Hinblick auf Sonnenergie zu widmen. Nun ist die Landa Corporation wieder in die Druckindustrie eingestiegen. Die Firma bietet nunmehr kommerziellen Druck, Verpackungsdruck und Verlagsdruck an. Geradezu revolutionär auf dem Markt ist die Nanographische Druckmaschine S 10, einer der Publikumsmagneten der drupa 2012.
Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG und Präsident der drupa 2012, zog beim Empfang anlässlich der Halbzeit der Messe ebenfalls eine sehr erfreuliche Bilanz und machte deutlich, dass der die Druckbranche sich im Zeitalter der Globalisierung völlig neu ausgerichtet hat. So liege China bei den Anbietern auf der drupa mit Deutschland auf demselben Niveau, dahinter kämen die USA, dann die Arabischen Länder, so dass man von einem Arabischen Frühling auch in der Druckbranche sprechen könne, und schließlich folge Japan, erklärte Schreier.
Generelle Trends auf der Messe sind höchste Qualität bei den Geräten, höchste Präzision und hohe Geschwindigkeiten, vobm zum Beispiel 120 Farbseiten oder 200 Metern pro Minute, und, wie im Fall der italienischen Firma OMET, Maschinen, die eine Produktionsstrecke aufweisen, auf der sämtliche Druckverfahren, wie Offsetdruck, Siebdruck, etc. ausgeführt werden kann. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt eine nicht unerhebliche Rolle. So hat etwa das in Dresden ansässige Unternehmen Kama GmbH Druckmaschinen im Angebot, die 25 Prozent weniger Energie verbrauchen.

Foto: die Maschine ProCut 74 der KAMA GmbH (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: rechts im Bild: die Geschäftsführer der KAMA GmbH Marcus Tralau und Steffen Pieper bei der Vorstellung ihrer neuer Maschinen (Aufnahme: Christian Dick)
Weiterführende Informationen finden Sie unter der Internetadresse www.drupa.de.
Filed by Christian Dick at May 12th, 2012 under Messen - Kongresse
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May 11, 2012

Foto: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und NRW-Kultusministerin Sylvia Löhrmann (beide Grüne) in Düsseldorf (Aufnahme: Christian Dick)
Er ist ein Pragmatiker, jemand, der die Ärmel hochkrempelt, der mehr als nur fleißig ist, ein Mensch der das politische Amt, in das er im Jahre 2011 gewählt worden ist, voll Demut vor dem Volk ausübt und, nicht zuletzt, auch jemand der eine charismatische Persönlichkeit ist, die man auch für ein noch höheres Amt im Staat nur nachdrücklich empfehlen könnte. Die Rede ist von Wilfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. Obwohl erst ein Jahr Amt, so verkörpert er doch bereits das Urbild des “Landesvaters”. Man nimmt ihm ab, dass er ehrlich ist und er wirkt authentisch als er am 7. Mai 2012 in den Düsseldorfer Rheinterrassen zum dem Thema “Wie kann man Bürgerbeteiligung stärken? EINMISCHEN POSSIBLE” referiert. Seine Rezepte für eine aktive Beteiligung der Bürger am Prozess der politischen Willensbildung und Entscheidungsfindung sind das A und O seines Politikstills. Die Notwendigkeit von Offenheit und Transparenz der politischen Entscheidungen ist, seinen Ausführungen zufolge, die Lehre, die man aus “Stuttgart 21″ ziehen kann. Die Bürger, so Kretschmann, dürften nicht den Eindruck bekommen, dass die Entscheidungen bereits hinter verschlossenen Türen getroffen worden seien und damit beschlossene Sache seien. Kretschmann spricht sich daher in aller Deutlichkeit für Bürgerentscheide auf breiter Linie aus, der “mündige Bürger”, das ist für ihn nicht nur eine Worthülse. Er verweist dabei auf die “Unionsbürgerschaft”, die jedem Bürger in der Europäischen Union Rechte und Pflichten verleiht und führt aus, dass das auf der EU-Ebene die Bürgerbeteiligung großgeschrieben wird. Allerdings ist Kretschmann dagegen, dass ein Bürgerentscheid über den Europäischen Rettungsschirm nur in Deutschland erfolgen sollte. Für ihn macht ein Bürgerentscheid zu diesem Thema nur Sinn, wenn er in allen EU-Mitgliedstaaten durchgeführt würde.
Manch einer, der an diesem Abend in den Düsseldorfer Rheinterrassen dabei war, würde sich sicherlich gerne einmal von Winfried Kretschmann mit Schwäbischen Kässpätzle oder einer anderen Spezialität bekochen lassen und dabei diese Thematik weiter vertiefen. Ein solches Gespräch wäre sicherlich ein großer Gewinn, weil man dann noch intensiver erleben könnte, dass Kretschmann den Mensch als individuelle Persönlichkeit in den Mittelpunkt seiner Politik stellt.
Autor: Christian Dick
Filed by Christian Dick at May 11th, 2012 under Politik
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May 10, 2012

Foto: Paul Bauwens-Adenauer seiner Frau Bettina Bieberstein-Adenauer und Jean Möhring (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Passend mit orangener Kravatte, die Schrammas mit Marita Martens und Jean Möhring (Aufnahme: Andrea Matzker)
Von Andrea Matzker
Der Honorarkonsul den Niederlande, Jean Möhring, lud zu Ehren von Königin Beatrix zu einem Empfang in das Excelsior Hotel, und 320 Gäste kamen. Die meisten trugen irgendein oranges Accessoir, und sei es auch nur die Krawatte. In seiner Rede gratulierte der König gratulierte Herr Möhring der Königin zum Geburtstag und wünschte ihren Sohn Friso alles Gute. Er betonte, dass im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Euro an Blumen und Zierpflanzen von den Niederlanden nach Deutschland exportiert wurden, und sich insgesamt der niederländische Export nach Deutschland auf 82 Milliarden Euro belief. Zum musikalischen Höhepunkt sangen alle gemeinsam die Nationalhymne, deren Worte ausgedruckt vorlagen.

Foto: Die niederländische Nationalhymne wurde ona llen 320 Gästen zu Ehren der Königin gesungen (Aufnahme: Andrea Matzker)

Foto: Jean Möhring, Marita Mertens, Konrad und Bettina Adenauer (Aufnahme: Andrea Matzker)
Filed by Christian Dick at May 10th, 2012 under Köln
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Foto:: Sylvia Hamvasi (The Governess), Harry Oakes (Miles) (Aufnahme: Hans Jörg Michel)

Foto: Eleanor Burke (Flora), Harry Oakes (Miles), Sylvia Hamvasi (The Governess) (Aufnahme: Hans Jörg Michel)
Autor: Christian Dick
In der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf steht seit dem 4. Mai die Oper „The Turn of the Screw“ auf dem Programm. Nach „Peter Grimes“ (2009/10) und „Billy Budd“ (2010/11) ist dies die dritte Oper in dem Benjamin Britten-Zyklus in Düsseldorf. Und dies ist auch die dritte Regiearbeit von Immo Karaman im Rahmen dieses Zyklus in Düsseldorf. In einer Gemeinschaftsarbeit mit Kaspar Zwimpfer, der auf Grund seines exzellenten Bühnenbildes bei „Peter Grimes“ für den Deutschen Theaterpreis FAUST nominiert wurde, setzte Immo Karaman Brittens Kammeroper 2007 bereits in Leipzig in Szene und studierte sie nun mit den Solisten der Deutschen Oper am Rhein ein.
Benjamin Brittens Schaffen umfasst Orchester- und Kammermusik, wobei die Vokalmusik im Vordergrund steht. Mit gerade einmal 14 Musikern ist das Orchester bei dieser Aufführung nur minimal besetzt. Dies tut der Qualität der musikalischen Leistung allerdings keinen Abbruch. Die mächtigen und imposanten, sich parallel zur Spannung der Handlung permanent steigernden Klangeffekte durch einen optimalen Einsatz der Instrumente, insbesondere einer Celesta, besticht. Besonders die Interpretation der Gesangspartien, die äußerst schwierig umzusetzen sind, weil die Musik nicht eingängig, sondern eher sehr aufwühlend ist, verlangt die Sängern eine Höchstleistung ab. Sehr stark in die Leistung der im Vordergrund stehenden Kinder, die eigens in London gecastet worden sind und über sieben Wochen in Deutschland für diese Britten-Opert vorbereitet wurden, daneben aber auch noch durch eine Lehrerin und per Internet betreut werden, damit sie das Lehrpensum an ihren Schulen in England schaffen. In den Rollen der Kinder Miles und Flora sieht in den Aufführungen von „The Turn of the Screw“ im Wechsel Harry Oakes und Kaisun Raj sowie
Eleanor Burke und Yolanda Shamash. In weiteren Rollen sind Sylvia Hamvasi ist als The Governess, Marta Márquez als Mrs. Grose, Anke Krabbe als spukhafte Miss Jessel und Corby Welch als Peter Quint zu erleben, die ebenfalls eine Glanzleistung abliefern.
Handlung
„The Turn of the Screw“ bedeutet wörtlich übersetzt „die Drehung der Schraube“. Und so handelt es sich hier auch um eine Handlung mit vielen Irrungen und Wirrungen, die ganze Oper ist auch von einer Mystik und einer Dramatik durchdrungen, die sich permanent steigern – ein Handlung, die so fesselnd ist, dass an nicht mit den Gedanken abschweifen kann, ein Werk, das einfach ergreifend ist!
Eine Gouvernante erhält den Auftrag, auf dem Landsitz Bly für die Erziehung der beiden Kinder Miles und Flora zu sorgen. Sie trifft ihre Pfleglinge aufgeweckt und fröhlich an. Doch dann breiten sich Schatten aus in Gestalt der beiden spukhaften Erscheinungen Miss Jessel und Mister Quint, ehemalige Angestellte, die auf ungeklärte Weise ums Leben kamen. Noch als Tote scheinen sie Einfluss auf die Kinder zu haben.
Wie bei Brittens Opernthemen generell geht es auch in der 1954 uraufgeführten Kammeroper „The Turn of theScrew“ nach der gleichnamigen Novelle von Henry James um die Frage nach Schuld und Unschuld als zentrale moralische Kategorien. Wie in Seemann in der Oper „Peter Grimes“ und der Lehrjunge in der Oper „Billy Budd“, so sind es auch hier Kinder, die die Unschuld verkörpern. Die Kinder machen aber auch die Erfahrung, das der Mensch im Laufe seines Lebens seine Unschuld verliert. Benjamin Britten war Pazifist und war von den Erfahrungen des 2. Weltkrieges und der Schuld, die die Menschen hier auf sich geladen hatten, traumatisiert. Dies hat er sein ganzes Leben lang nicht vergessen.
So viel Fragen, wie die Handlung aufwirft und so viele verschiedene Deutungen „The Turn of the Screw“ zulässt, so nachvollziehbar ist in diesem Werk das Unaussprechliche, die allgegenwärtige Beunruhigung, die Furcht vor dem Namenlosen. Die Tatsache, dass Nöte und Ängste nicht offen ausgesprochen werden, ruft eine Kette von Verdächtigungen hervor, deren wie eine Zentnerlast erscheinenden Effekte auf grandiose Weise in Brittens Musik zum Ausdruck kommen.
„Durch die Unterdrückung all dessen, was das Herz bewegt, entsteht eine unfassbare Reibung, eine Konzentration, ein Druck, der sich zerstörerisch nicht nur auf das System, sondern auch auf den Einzelnen auswirkt“, beschreibt Immo Karaman die charakteristische Spannung dieser Kammeroper. Die Hauptfiguren haben eine Stimmung permanenter innerer Unruhe. Diese Inszenierung zeichnet sich dadurch aus, dass man alles verschieden deuten kann und nichts in auf eine bestimmte Weise erfassen oder erklären kann – vielmehr liefert Immo Karaman dem Publikum eine Inspiration, sich der eigenen Fantasie zu stellen.
Die Premiere dieser Oper im Theater Duisburg findet am 1. Juni 2012 statt. Sowohl in Düsseldorf als auch in Duisburg spielen die Düsseldorfer Symphoniker unter der Leitung von Wen-Pin Chien.
Aufführungen im Opernhaus Düsseldorf:
So 13.05.,18.30 Uhr
So 20.05 15.00 Uhr
Di 22.05 19.30 Uhr
Sa 26.05. 19.30 Uhr
So 10.06. 15.00 Uhr
Opernwerkstatt mit Generalprobenbesuch in Duisburg:
Do 31.05.2012, 10.00 Uhr – Theater Duisburg
Aufführungen im Theater Duisburg:
Fr 01.06. 19.30 Uhr
Mi 06.06. 19.30 Uhr
Fr 08.06. 19.30 Uhr
Tickets und Besucherservice:
Opernshops Duisburg (Tel. 0203.9 40 77 77) und Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), www.operamrhein.de
Filed by Christian Dick at May 10th, 2012 under Kultur
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Foto: Nordrhein-Westfalen Europaministerin Angelika Schwall-Düren und Dr. Stefan Koppelberg, Leiter der Vertretung der Europäischen Komission in Bonn (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Die Bischöfliche Canisiusschule Ahaus war unter den neu zertifizierten Europaschulen (Aufnahme: Christian Dick)
Autor: Christian Dick
Am 4. Mai wurden auf der Floriade in Venlo durch das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen zwölf Schulen als Europaschulen zertifiziert. Damit gibt es in Nordrhein-Westfalen nunmehr 166 Europaschulen. Im Jahre 2007 fand die erste Zertifizierung von Europaschulen statt.
Chinesisch in der Grundschule
Die Schulen des Schulverbundes Franziskus-Schule Erkelenz & Houverath legen großen Wert auf Sprachenreichtum ihrer Schüler und den Austausch mit Schülern aus anderen europäischen Länder. Hervorzuheben ist hier ein Projekt “HELP - How European Little People can change the world” im Zeitraum vom 01.08.2010 bis 31.07.2012 mit fünf Partnerschulen aus den Ländern Italien, Polen, Großbritannien und der Türkei.
Beachtlich ist weiterhin die nachhaltige Förderung interkultureller Fähigkeiten der Franziskus-Schule. An dieser Grundschule wird sogar Chinesisch angeboten.

Foto: Bildmitte: Lehrerinnen und Schüler der Franziskus-Schule (Aufnahme: Christian Dick)
Schlüsselqualifikationen für Euregio
Unter den neu zertifizierten Europaschulen ist insbesondere das Berufskolleg Herzogenrath hervorzuheben. Dieses nutzt seinen exponierten Standtort in der Euregio Rhein-Maas strategisch optimal aus, um die Schüler speziell auf die Besonderheiten des Zusammenlebens in einer Euregio zu sensibilisieren und nachhaltig auf Kernkompetenzen zu schulen, die im vereinten Europa unerlässlich sind. Das Berufskolleg Herzogenrath ist seit dem Schuljahr 2007/2008 als „Euregiokompetenz-Zentrum“ zertifiziert und bietet seitdem die Zusatzqualifizierung Euregiokompetenz an, in deren Fokus die sämtliche Berufsprofile übergreifende Erweiterung der sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen sowie die Fähigkeit, sich Informationen über die Arbeitsmärkte der Partnerregionen in den Niederlanden und Belgien zu beschaffen, stehen. Umgesetzt wird das Angebot dieser Zusatzqualifizierung im Berufskolleg Herzogenrath in der Höheren Handelsschule. Die Schüler, die den Erwerbe der Kenntnisse in der französischen Sprache aus früheren Klassen weiter fortsetzen oder Niederländisch neu beginnen, haben die Option, dieses Programm zu belegen und durchlaufen in diesem Rahmen auch ein Praktikum in einem Unternehmen in Belgisch- oder Niederländisch-Limburg. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie das Euregiokompetenz-Zertifikat, das in allen Partnerregionen anerkannt wird. Auf Grund der hohen Wertschätzung dieser Kompetenzen fördert dies die beruflichen Möglichkeiten der Absolventen auf dem deutschen sowie auf dem euregionalen Arbeitsmarkt erheblich.
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Zusätzliche Details zum Lehrplan der beruflichen Zusatzqualifikation Euregiokompetenz finden Sie unter der Homepage www.euregiokompetenz.de. Hervorzuheben ist, dass Leben in einer Grenzregion nicht notwendigerweise einen Nachteil im Hinblick auf beruflichen Möglichkeiten auf Grund sprachlicher und kultureller Barrieren in sich birgt. Ganz im Gegenteil, die Grenzlage erweist sich im Falle eines gezielten Erwerbs der oben genannten Schlüsselqualifikationen als äußerst fruchtbar für diejenigen, die an den Wirtschaftsaktivitäten in der Grenzregion partizipieren.
Unternehmen bietet dies den großen Vorteil, dass sie auf Arbeitskräfte mit Expertise zurückgreifen können und Arbeitnehmer haben auf Grund ihrer Zusatzqualifikation eine größere Chance, einen Arbeitsplatz zu finden, an dem sie ihr Know-how einsetzen können. Ebenso ist es einen hochinteressante Erfahrung, in die Kultur der Nachbarregionen einzutauchen. Die Prämisse dafür, von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen zu können, ist, dass man so früh wie möglich mit der Sprache und der Kultur der jeweiligen Nachbarregion in Berührung kommt. Diese Erwägungen gaben in der Euregio Maas-Rhein den Anstoß für die Konzeption der beruflichen Zusatzqualifikation „Euregiokompetenz“, die seit zehn Jahren an vielen berufsbildenden Einrichtungen in den Partnerregionen Regio Aachen, Provinz Lüttich, Belgisch Limburg, Deutschsprachige Gemeinschaft und Niederländisch Limburg mit vermittelt wird und das Zusammenleben in diesem Grenzgebiet auf hocheffektive Weise stimuliert
Europäischer Wettbewerb
Der intensiven Förderung der Europakompetenz von Schüler dient der Europäischer Wettbewerb. Diesen gibt es in Nordrhein-Westfalen seit 1953. Begonnen hat es mit einem Aufsatzwettbewerb. 1954 zogen alle anderen Bundesländer. Der Europäische Wettbewerb ist demzufolge der älteste Schülerwettbewerb in Deutschland.
Der Europäische Wettbewerb hat sich als schlagkräftiges Mittel praxisorientierter Schularbeit erwiesen. Er gibt Schulen das Handwerkszeug dafür in die Hand, ihren europäischen Bildungsauftrag, zuletzt formuliert im Beschluss der Kultusministerkonferenz „Europabildung in der Schule“ (05.05.2008) zu erfüllen. Der Wettbewerb verlangt von den Schüler, sich in profunder Weise mit den verschiedenen Facetten des Themas im Europa im Unterricht auseinanderzusetzen und hat von Tradition her Stärkung der Identifikation mit Europa im Blick.
Als Konsequenz aus der Erörterung der neuen Herausforderungen der Bildungspolitik wurde eine Neukonzeption des Europäischen Wettbewerbs beschlossen, deren Implementierung zum ersten Mal im Schuljahr 2009/10 stattfand. Beispielsweise wurden die klaren europäischen Konturen des Wettbewerbs durch die stringente europäische Ausrichtung der Themen in besonderer Weise akzentuiert. Das Spektrum denkbarer Arbeiten wurde durch die Freistellung der Wahl der Bearbeitungsmethoden sehr stark ausgedehnt. Es sind sowohl Einzelarbeiten als auch Arbeiten von Gruppen mit maximal Mitgliedern möglich. Zielgruppe des Wettbewerbs sind Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Jahrgangsstufen. In vier Modulen (Altersgruppen) werden Themen zur Bearbeitung angeboten, die üblicherweise auf dem Motto des von der EU ausgerufenen jeweiligen Europäischen Jahres basieren.
Als Schirmherr des Europäischen Wettbewerbs fungiert der Bundespräsident. Gefördert wird der Wettbewerb durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Auswärtige Amt und die Kultus- und Senatsverwaltungen der Länder.
Weitere Informationen zum Europäischen Wettbewerb erhalten Sie auf der Homepage ww.europaeischer-wettbewerb.de/.
Europafähigkeit der Schüler ist das A und O
Dass die Schüler in europäischen und globalen Zusammenhängen denken, ist in der heutigen Zeit unerlässlich. Es sind nicht nur die gemeinsame Währung und Wirtschaftsfaktoren, die Europa verbinden, sondern in erster Linie sind Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Frieden unter den Völkern die tragenden Säulen Europas. Und so ist es gerade in beruflicher Hinsicht wichtig, dass man europaweite Mobilität mitbringt.
Die weiteren ausgezeichneten Europaschulen waren folgende:
Anne-Frank-Realschule Ahaus
Bischöfliche Canisiusschule Ahaus
Burggymnasium Altena
Gymnasium Brede Brakel
Realschule der Stadt Horn -Bad Meinberg
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Lünen
Otto-Hahn-Gymnasium Monheim a. Rhein
Städtische Realschule Broich Mülheim an der Ruhr
Berufskolleg Simmerath/Stolberg der StädteRegion Aachen Stolberg
Städtische Realschule Waltrop

Foto: Schülerinnen des Otto-Hahn-Gymnasiums Monheim am Rhein mit Lehrerin Miriam Beckmann, die dort Koordinatorin für das Projekt Europa-Schule ist im Interview (Aufnahme: Christian Dick)
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Filed by Christian Dick at May 10th, 2012 under Europa - NRW
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