January 24, 2012

Foto: die Schauspieler Volker Conradt, Eva Habermann und Oliver Dupont (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Schauspielerin Christine Kaufmann (Aufnahme: Christian Dick)
“Herbstgold”, das klingt schon sehr nach Emotionen und Wehmut. Und dies trifft auch ganz genau den Kern des Stücks, das derzeit auf dem Programm des Düsseldorfer Theater an der Kö steht. Das Stück und besonders das Ende stimmen sehr melancholisch. Die Handlung geht unter die Haut. Das Stück hat Tiefgang.
Worum geht es genau?
Eva Habermann und Oliver Dupont sind ein junges Paar, Lena und Felix, das seit zwei Monaten zusammen ist. Christine Kaufmann spielt Alice, die Mutter von Lena. Alice trauert seit 25 ihrem verstorbenen Mann nach und war seither nicht in der Lage, eine neue Beziehung einzugehen. Lena und Felix haben nun die Idee, Alice und Richard, den Vater von Felix, zusammenzubringen. Sie arrangieren ein gemeinsames Abendessen. Doch der Abend nimmt einen völlig unerwarteten Verlauf für alle Beteiligten…
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, um nicht zu viel Spannung vorweg zu nehmen. Die Inszenierung ist sehr gut gelungen und schauspielerisch eine bemerkenswerte Leistung. Das Stück hat Esprit. Noch bis zum 4. März wird es aufgeführt und ist sehr zu empfehlen.
Autor: Christian Dick
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January 23, 2012

Foto: (von links nach rechts) Dino Conti-Mica, Geschäftsführer der Tonnengarde Niederkassel, Wolle und Sylvia Schäfer (Tonnenbauerpaar 2012), der Düsseldorfere Oberbürgermeister Dirk Elbers und Karl-Hans Danzeglocke, Präsident der Tonnengarde Niederkassel (Aufnahme: Christian Dick)
Im Jahre 1887 wurde die Tonnengarde Niederkassel gegründet. Dies war der Anlass für einen Jubiläumsempfang, bei dem der 125jährige Geburtstag am 22. Januar 2012 im Radison BLU SAS Hotel im Düsseldorfer Hafen gefeiert wurde. Bei einem leckeren Altbier, gestiftet von der Brauerei Schumacher, Himmel und Ähd, Grünkohl mit Mettwurst, Frikadellen und Erbsensuppe hatten die rund 200 Gäste sehr gesellige Stunden.
Niederkassel ist ein sehr bodenständiger Stadtteil. Früher gab es hier sehr viele Bauern. Bis heute hat der Stadtteil nichts von seinem idyllischen Charakter verloren. Die Fachwerkhäuser und urigen Gaststätten in Niederkassel haben ihre ganz besonderen Reiz. Der Zusammenhalt unter den Menschen, die hier leben, ist besonders stark. Ein Besuch lohnt sich.
Oberbürgermeister Dirk Elbers lobte den Präsidenten der Tonnengarde Karl-Hans Danzeglocke dafür, dass er die Tonnengarde in den vergangenen Jahren wieder auf Erfolgskurs geführt hat. “Alle Prominenten aus Düsseldorf sind Mitglieder der Tonnengarde. Besonders toll ist die familiäre Atmosphäre in diesem Verein”, stellte Elbers, der Ehrenknecht der Tonnengarde ist, fest.
Voll des Lobes war ebenfalls der Präsident des CC Düsseldorfer Carneval, Josef Hinkel.
Unter den Gästen waren Angela Erwin, Präsidentin des Venetienclubs, und ihre Mutter Hille, Bürgermeisterin Gudrun Hock (SPD) und Bürgermeisterin Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Mario Tranti, Baas der Düsseldorfer Mundartfreunde. Das aktuelle Karnevalsprinzenpaar Thomas II. (Puppe) und Venetia Anke Conti-Mica, bei Mitglieder der Tonnengarde Niederkassel waren ebenfalls mit von der Partie. Mit ihrem Hit “Es endet immer mit Sauerei” heizte die Band ohne Bart (BOB) ordentlich ein.

Foto: Der jüngste Gast beim Jubiläumsempfang war am 21. Januar 1 Jahr alt geworden und erhielt dafür einen Orden der Tonnengarde, links im Bild Venetia Anke Conti-Mica. (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Pastor Michael Dederichs, Seelsorgebereich Linksrheinischen Düsseldorf, und Venetia Anke (Aufnahme: Christian Dick)
Wenn Sie Überschrift dieses Artikels anklicken, sehen Sie noch eine interssante Fotostrecke vom Jubiläumsempfang der Tonnengarde Niederkassel.
Filed by Christian Dick at January 23rd, 2012 under Brauchtum
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January 22, 2012

Buchrezension von Christian Dick
Düsseldorf und Köln – zwei rheinische Metropolen, die viele Witze übereinander machen - ein Thema, das sich bei Büttenrednern immer wieder als ergiebige Quelle erweist, um für ausgelassene Stimmung im Publikum zu sorgen. Allerdings lässt der Humor oft zu wünschen übrig, weil er mitunter sehr flach ist, bisweilen auch zu kurz greift, wenn es darum geht, das besondere Verhältnis zwischen diesen beiden Städten in profunder Weise zu durchdringen. Oft wird die „Rivalität“ zwischen den beiden Städten nur negativ gesehen. Dass die „Rivalität“ aber auch sehr fruchtbar sein kann, wird allzu oft völlig übersehen. Dass Wettbewerb zwischen den zwei rheinischen Schwestern auch für beide sehr stimulierend für die gesamte Region sein kann, ist ein Tatbestand, der nicht selten völlig aus dem Blickfeld gerät. Dieses Thema ist der Kern der Überlegungen, die die wissenschaftliche Leiterin des Düsseldorfer Schifffahrtsmuseums im Schlossturm Dr. Annette Fimpeler dazu veranlasst haben, sich eingehender mit den beiden Städten zu beschäftigen und ein Buch herauszugeben, wie es zuvor noch nicht dagewesen ist. Für das Buch „Düsseldorf Köln – Eine gepflegte Rivalität“, das im November 2011 im Greven-Verlag in Köln erschienen ist, konnte Annette Fimpeler eine Reihe von Mitautoren aus Köln und Düsseldorf gewinnen.
Das Novum an diesem Buch ist, dass hier mit dem derben Humor in Bezug auf die jeweils andere Stadt aufgeräumt wird, dessen im Grunde genommen viele Kölner und Düsseldorfer längst überdrüssig geworden sind. Abgesehen davon, dass das mit der „Schäl Sick“ (übersetzt: scheele/falsche Seite) in Düsseldorf und Köln genau umgekehrt ist, das heißt, dass in Köln mehr Stadtteile linksrheinisch liegen als rechts des Rheins, wohingegen sich in Düsseldorf mehr Stadtteile auf der rechten Rheinseite befinden, sind Düsseldorf und Köln zwei Städte, die einander wechselseitig bedürfen. Dies erschließt sich schon auf Grund der Tatsache, dass man gemeinsam an einem Strang ziehen muss, wenn es darum geht, das Rheinland als Wirtschaftsstandort zu vermarkten. Und nicht nur unter diesem Aspekt wird deutlich, dass nur Einigkeit stark machen kann. Oder, um es anders auszudrücken: Die eine Schwester kann nicht ohne die andere. Was sich neckt, das liebt sich bekanntlich… Und so hat der Wettbewerb dazu geführt, dass sich beide Städte in Bereichen, wie Kultur und Standortpolitik, kontinuierlich verbessert haben. Man kann das Verhältnis der beiden Städte als „Ping-Pong-Spiel von Schulterschluss und Distanz“ beschreiben.
Das Buch hat einen narrativen Charakter. Es wird ein breiter Bogen gespannt, von einem historischen Vergleich der beiden Städte, über Ausführungen über die Düsseldorfer Häfen und Schifffahrtswege sowie über die Hafenstadt Köln und die Ursprünge der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrtsgesellschaft AG, bis hin zu Themen, wie Köln und Düsseldorf im Wettlauf um Messe und Flughafen, Brauchtumspflege und Kultur.
In Bezug auf die Historie der beiden Städte, schafft das Buch einem gefährlichen Trugschluss Abhilfe. Bei dem Verhältnis zwischen Düsseldorf und Köln, kommt der oberflächliche Betrachter immer recht schnell auf die Schlacht bei Worringen im Jahre 1288. Dies stimmt aber nicht. Denn erstens kämpften sowohl die Düsseldorfer mit Graf Adolf V. als auch Kölner Bürger und Patrizier gegen Erzbischof Siegfried von Westerburg und seine Verbündeten. Und zweitens wurde Düsseldorf erst zehn Wochen nach der Schlacht zur Stadt erhoben (Düsseldorf Köln Eine gepflegte Rivalität, S. 58 in dem Kapitel „Am Anfang stand Worringen?“ von Christian Hillen). Die Entwicklung Kölns und Düsseldorfs verlief nicht immer gleichmäßig. Im 19. Jahrhundert war Köln „Platzhirsch“ und Zentrum der Wirtschaft, wohingegen für Düsseldorf zu dieser Zeit ein ländlicher Lebensrhythmus vorherrschte, von einer Großstadt war man weit entfernt. Düsseldorf profitierte vor allem durch Kurfürst Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, auch „Jan Wellem“ genannt. Dessen Frau Prinzessin Anna Maria Luisa de‘ Medici brachte sehr viel Kunstwerke von Italien nach Düsseldorf. Düsseldorf mauserte sich damit zur einer noblen Residenzstadt heran. Das Antlitz Düsseldorfs wandelte sich später immer mehr, strebsame Unternehmer sorgten dafür, dass sich Düsseldorf zu einer pulsierend und dynamische Großstadt wandelte. Das blieb auf den Lebensstil der Düsseldorfer nicht ohne Auswirkungen. Eine neue Lebenskultur bildete sich heraus, und auch das höfische Leben zur Zeit Jan Wellems hatte einen nicht unerheblichen Einfluss daran, dass in Düsseldorf „Chic und Charme“ immer mehr groß geschrieben wurden und die Stadt heute eine führende Modestadt ist. Die Kölner wirken hingegen bürgerlicher und bodenständiger. Dieser Unterschied zwischen den beiden Städten zeigt sich auch deutlich in der Art, wie Karneval gefeiert wird. Hier sei für Düsseldorf nur der Begriff des „Lackschuh-Karneval“ erwähnt, der in Köln in dieser Form nicht denkbar wäre.
Sehr geistreich ist insbesondere das Kapitel „Als Düsseldorfer in Köln – Beobachtungen, Bemerkungen, Bekenntnisse“ des Kölner Dompropstes Dr. Norbert Feldhoff geschrieben (S. 287 ff.), das ein weiterer Beleg dafür ist, dass das Verhältnis zwischen Kölner und Düsseldorfern herzlicher ist, als man vielfach annimmt.
Zur Herausgeberin:
Dr. Annette Fimpeler studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Volkskunde. Seit 1988 arbeitet sie im Düsseldorfer SchifffahrtMuseum im Schlossturm.
Angaben zum Buch
Annette Fimpeler (Hg.)
Düsseldorf - Köln. Eine gepflegte Rivalität
Greven Verlag Köln
304 Seiten mit 113 schwarz-weißen Abbildungen
ISBN: 978-3-7743-0488-8
EUR 19,90
Filed by Christian Dick at January 22nd, 2012 under Buchtip
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January 15, 2012

Foto: Die Sternsinger war beim Dreikönigsempfang des Nordrhrein-Westfälischen Handwerkstages selbstverständlich mit von der Partie, hier mit Handwerkskammer-Präsident Wolfgang Schulhoff (Aufnahme: Christian Dick)

Foto: Die Diskutanten: Josef Zipfel, Sven Giegold, MdEP, Grüne, Klaus Hänsch, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, Moderator der Diskussion und FAZ-Mitherausgeber Professor Günterh Nonnenmacher, Handwerkskammer-Präsident Professor Wolfgang Schulhoff, Klaus-Heiner Lehne, MdEP, CDU und Professor Gebhard Kirchgässner (Aufnahme: Christian Dick)
Wenn der Nordrhein-Westfälische Handwerkstag sein traditionelles Dreikönigsforum veranstaltet, dann ist deutliche Aussprache angesagt, die werden beim Namen genannt, es wird nichts schöngeredet und es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Dies kristallisierte sich am 12. Januar 2012 direkt in der Begrüßungsrede von Handwerkskammerpräsident Professor Wolfgang Schulhoff heraus. Zu dem Thema der anschließenden Podiumsdiskussion „Muss Europa neu gedacht werden?“ stellte er fest, dass der Europäische Rat in Bezug auf das Nationale Reformprogramm für Deutschland zu dem Ergebnis gekommen sei, dass es in Deutschland zu wenig Studenten gebe. Die Arbeitslosigkeit betrage in Spanien 20, in Italien 10 und in Deutschland 8,5 Prozent, führte Schulhoff vor Augen. Deutschland habe ein ganz anderes Ausbildungssystem als andere Länder. Der Wert des deutschen dualen Ausbildungssystems werde von anderen Ländern weitgehend unterschätzt. An den gut ausgebildeten deutschen Arbeitskräften hänge die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Entscheidend sei der gute Mix aus Allgemeinbildung und beruflicher Bildung. „Es ist falsch anzunehmen, die Menschen merken nicht, dass man von Europa in bewährte Strukturen eingreift. Ich bitte jeden, dem Europa am Herzen liegt, mehr mit den Menschen zu sprechen! Sie sehen, dass hier die Menschen viel mehr mitdenken. Über 80 Prozent sind der Meinung, dass die bisherigen Maßnahmen nicht zur Bewältigung der Schuldenkrise ausreichen. Es gibt kein Vertrauen mehr in die europäischen Institutionen. In der Bundesrepublik Deutschland glauben nur noch 34 Prozent an die Lösungskompetenzen der Politik“, stellte Schulhoff mit Nachdruck fest. Was ökonomisch falsch sei, könne auf Dauer politisch nicht richtig sein, fuhr er fort. Der Euro sei politisch gewesen. Angela Merkel habe von den „Sünden der Vergangenheit“ in Bezug auf die Einführung des Euro gesprochen. Eines habe der Euro nicht gebracht, nämlich die Integration Europas zu vertiefen. „Wir brauchen eine Fiskalunion und eine transparente, parlamentarische Kontrolle der Regeln“, forderte Schulhoff. „Ich bin froh, dass die Griechen jetzt selbst darüber nachdenken, die Drachme wieder einzuführen. Sie müssen eine eigene Währung haben, die sie abwerten können, um ihre Produkte wieder auf den Markt bringen zu können. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, sonst müssen wir die Griechen noch 40 Jahre subventionieren“, mit diesen Worten lieferte er eine Steilvorlage für die anschließende Podiumsdiskussion.
An der Podiumsdiskussion nahmen die Düsseldorfer Europaparlamentarier Sven Giegold (Grüne), Klaus-Heiner Lehne (CDU), Josef Zipfel, Hauptgeschäftsführer des Nordrhein-Westfälischen Handwerkstages, der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments Klaus Hänsch (SPD) und Professor Dr. Gebhard Kirchgässner, Inhaber des Lehrstuhls Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie an der Universität St. Gallen und Direktor des Schweizerischen Instituts für Aussenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung (SIAW), teil.
Wenn Sie die Überschrift dieses Artikels anklicken, erhalten Sie weitere Informationen über die Podiumsdiskussion sowie über den abendlichen Dreikönigs-Empfang des Nordrhein-Westfälischen Handwerkstages.
Filed by Christian Dick at January 15th, 2012 under Europa - NRW
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January 13, 2012

Foto: IHK-Präsident Friedhelm Sträter und Schulministerin Sylvia Löhrmann (Aufnahme: Uwe Schinkel)
Mit einer großen Überraschung wartete die stellvertretende Ministerpräsidentin und Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, am 11. Januar 2012 beim Neujahrsempfang der IHK Wuppertal auf. Sie verlieh Friedhelm Sträter, der seit vielen Jahren als IHK-Präsident wie ein Löwe für die Belange der bergischen Wirtschaft kämpft, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland 1. Klasse, auch Bundesverdienstkreuz genannt. “Ich habe Friedhelm Sträter als besondere Persönlichkeit des Bergischen Landes mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Dies war mir eine besondere Freude, weil man mit ihm ehrlich streiten und sich gegenseitig trotzdem schätzen kann. Herr Sträter ist ein Lobbyist im besten Sinne, weil er offen und mit Augenmaß für berechtigte Anliegen streitet. Dabei beschränkt er sein Engagement nicht nur auf Wirtschaftspolitik im engeren Sinne, sondern sieht zum Beispiel den wichtigen Zusammenhang von Wirtschafts- und Bildungspolitik. Obwohl er aneckt, zieht er besondere Glaubwürdigkeit aus folgendem Prinzip: wofür er streitet, das setzt er vor Ort um. Als Beispiel möchte ich den Wissenschaftstransfer, die Kooperation der Wirtschaft mit der bergischen Universität nennen. Er ist ein Bergischer, wie er im Buche steht“, hob Sylvia Löhrmann hervor.
In seiner Begrüßungsrede verwies Friedhelm Sträter auf die sehr positive Wirtschaftlage im Jahre 2011, gab aber auch zu bedenken, dass für das Jahr 2012 die Prognosen schlechter sind. Mit Nachdruck machte er sich für eine Fortsetzung der intensiven Zusammenarbeit Wuppertals, Solingens und Remscheids stark. In der Region müssten vor allem neue Flächen entwickelt werden, hob Sträter weiterhin hervor. Das geplante Desinger Outlet Center in Remscheid fand ebenso die Unterstützung des IHK-Präsidenten. Gleichzeitig müsse jedoch auch etwas für die Innenstädte getan werden, fügt er hinzu.

Foto: Professor Dr. Bernd Raffelhüschen bei seinem Festvortrag (Aufnahme: Uwe Schinkel)
Festredner war Professor Dr. Bernd Raffelhüschen, der an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg Direktor des Instituts für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft ist und darüber hinaus einen Lehrauftrag an der Universität Bergen in Norwegen hat. Mit dem vorgegebenen Thema „Demographie, Wirtschaft und Soziales – ein Tour d’Horizon“ stand er auf Grund der hohen Komplexität eigentlich vor einer Herkulesaufgabe, denn dieses Thema gibt den Stoff von mindestens einem Hochschulsemester her. Bernd Raffelhüschen meisterte die ihm gestellte Aufgabe jedoch hervorragend und hatte sogar mehrfach die Lacher der rund 800 Gäste in der Historischen Stadthalle in Wuppertal auf seiner Seite. Sofort hatte er das gesamte Auditorium in seinem Bann als er es damit konfrontierte, dass die Hälfte des Publikums im Saal den geburtenstarken Jahrgängen angehöre und dafür verantwortlich sei, dass heute zu wenig Kinder geboren würden. Eine so niedrige Geburtenrate wie heute, so Raffelhüschen, habe es in den Jahren 1944, 1945 und 1946 ebenfalls gegeben. Von der Geburtenrate her gesehen, befände sich Deutschland heute wieder in der Zeit der Bombennächte und Nachkriegsjahre, als nicht genügend Männer dagewesen seien. Raffelhüschen ging auf die Alterspyramide ein, machte aber anhand mehrerer Graphiken klar, dass das was man sich gemeinhin als Pyramide vorstellt, heute eher eine Pilzform angenommen hat. Die Folge: Die Bevölkerung nimmt stetig ab und wird gleichzeitig immer älter. Laut Raffelhüschen sind die Konsequenzen, die diese Entwicklung, im Jahre 2030 haben wird, im Jahre 2012 schon nicht abwendbar. Im Jahre 2030 wird ein Arbeitnehmer für die Rente zweier Rentner arbeiten müssen. Hierdurch, so Raffelhüschen, ist dann auch der Arbeitsmarkt betroffen. In Zukunft werde jeder auf dem Arbeitsmarkt gebraucht und ohne Zuwanderung könne es gar nicht funktionieren. Laut Statischem Bundesamt sei Deutschland auf eine jährliche Zuwanderung von 150.000 Menschen angewiesen. Tatsächlich verzeichne Deutschland aber eine Abwanderung von jährlich 15.000 Menschen. Der Arbeitsmarkt der Zukunft sieht laut Raffelhüschen demzufolge internationaler aus. Auch femininer müsse der Arbeitsmarkt werden, Frauen seien heute zu wenig berufstätig und auf ihre Arbeitskraft könne man in Zukunft nicht mehr verzichten. Außerdem seien ältere Arbeitnehmer wichtig.
Ein Paradoxon erwähnte Raffelhüschen. Deutschland habe eine so gute Arbeitsmarktlage, wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Und konjunkturell befinde sich das Land in einem Boom. Trotzdem gebe es nun Ängste, dass es zu einem Abschwung komme. In der Wirtschaft sei es immer so, dass einem konjunkturellen Hoch ein Tief folge. Und man wisse durch die Bibel schon seit mehr als 2000 Jahren, dass sieben fetten Jahren sieben magere Jahre folgen. Raffelhüschen warb deshalb für eine optimistischere Grundhaltung.
Autor: Christian Dick
Filed by Christian Dick at January 13th, 2012 under Aus der Region
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December 30, 2011
Autor: Christian Dick
Die Staatsverschuldung in den GIPS-Staaten - Griechenland, Italien, Portugal und Spanien – und die Auswirkungen auf die Stabilität des Euro und die Frage, wie weit die solidarische Haftung in den Euro-Mitgliedstaaten gehen sollte und, ob man einen Staat gar aus der Euro-Zone ausschließen sollte. Diese Thematik wurde im zu Ende gehenden Jahr 2011 in Deutschland heiß diskutiert. Bei dem Begriff „Staatspleite“ beschleicht nicht wenige Menschen ein sehr unangenehmes Gefühlen. Bisweilen scheiden die Geister an der Frage, wie die Lösungsszenarien aussehen könnten. Hilfreich bei der in der Tiefe gehenden Beschäftigung mit diesem komplexen sind insbesondere zwei Bücher, auf die an dieser Stelle kurz eingegangen werden soll.

Einen sehr pragmatischen Ansatz in die Bedeutung des Geldes wählt Niall Ferguson in seinem Buch „Der Aufstieg des Geldes“. In profunder Weise führt er vor Augen, wie sich das Geld historisch entwickelt hat. Er macht klar, welche Bedeutung Staatsanleihen haben. Weiterhin geht er in profunder Weise darauf ein, dass die Beschäftigung mit finanziellen Fragen immer etwas mit Absicherung zukünftiger Entwicklungen zu tun hat. Der Autor macht weiterhin klar, wie die Börsen ticken und welchen Effekt das Platzen einer Spekulationsblase hat. Die Lektüre dieses Buches ist ein Gewinn für diejenigen Leser, die keine Finanzexperten sind, weil sie dafür sensibilisiert werden, dass man in Bezug auf die Finanzmärkte auf keinen Fall blauäugig sein darf.
Niall Ferguson ist ein britischer Historiker und Laurence-A.-Tisch-Professor of History an der Harvard University. Er lehrte insbesondere am Jesus College der Universität Oxford sowie an der Universität Stanford. Im Herbst 2010 bekam der darüber hinaus einen Lehrauftrag an der London School of Economics and Political Science als Philippe Roman Professor of International History. Der Fokus seiner wissenschaftlichen Forschungsarbeit liegt auf dem Thema Imperialismus. Ferguson hat weiterhin eine hohe Reputation als Experte für Finanz- und Wirtschaftsgeschichte.
Angaben zum Buch:
Niall Ferguson: Der Aufstieg des Geldes - Die Währung der Geschichte
Aus dem Englischen übersetzt von Klaus-Dieter Schmidt
Ungekürzte Ausgabe , 1. Auflage 2010
2. Auflage 2011
368 Seiten mit vielen Schwarzweißabbildungen und Farbtafeln
List, Verlag der Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin
ISBN 978-3-548-60988-1
Preis:
14,95 (D)
15,40 (A)
CHF 20,90

Im Herbst 2011 ist im Vahlen-Verlag die 8. Auflage des Lehrwerks „Öffentliche Finanzen in der Demokratie“ erschienen. Interessant ist die Aktualisierung vor allem deshalb, weil Kapitel 17 das Thema Staatsverschuldung zum Gegenstand hat. Dem Leser erschließt sich, wie es überhaupt zu einem Staatsbankrott kommen kann, was Staatsschulden sind und worin der Unterschied zwischen Steuer- und Kreditfinanzierung besteht. Weiterhin werden Schuldenschranken in der Europäischen Union und EU-Stabilitäts- und Wachstumspakt erörtert. Sehr interessant ist insbesondere die Behandlung von Schuldnerselbstverantwortung, einerseits, und Haftungsverbund, andererseits, wobei auch die Rolle der Rating-Agenturen nicht unerwähnt bleibt. Überdies ist Kapitel 27, in dem die Theorie des Föderalismus diskutiert wird, ein großer Gewinn für den Leser, um sich ein Urteil darüber zu machen, welche Vor- und Nachteile Dezentralisierung und Zentralismus in sich bergen und welche Rolle insbesondere dem Subsidiaritätsprinzip zukommt. Ausgezeichnet ist schließlich die profunde Darstellung der Europäischen Union in Kapitel 28, das sich auf über 40 Seiten erstreckt. Hier wird erläutert, wo die Grenzen des Nationalstaates gegenüber einem Staatenverbund liegen. Die EU-Wettbewerbsregeln und der EU-Haushalt werden ebenfalls in profunder Weise erklärt.
Angaben zum Buch:
Charles B. Blankart, Prof., Dr.
Öffentliche Finanzen in der Demokratie
Eine Einführung in die Finanzwissenschaft
8., vollständig überarbeitete Auflage 2011. XXXVIII, 752 S.: mit zahlreichen Abbildungen und Tabellen. Gebunden
Vahlen ISBN 978-3-8006-4198-7
Das Werk ist Teil der Reihe:
(Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Erschienen: 26.10.2011
Preis: 39,80
Filed by Christian Dick at December 30th, 2011 under Buchtip
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December 23, 2011

Christoph 3 vor dem Panorama der Kölner Altstadt (Aufnahme: Andrea Matzker)

Rettungsassistent Stefan Melcher mit neu erschienenen Buch (Aufnahme: Andrea Matzker)
Von Andrea Matzker
Pünktlich zum 40. Jubiläum von Christoph 3 erscheint das Buch “Einsatz für den Christoph 3, 40 Jahre Zivilschutzhubschrauber Christoph 3 – Köln“. Der reich bebilderte Band zeigt eindrucksvoll die oft gefährliche und abenteuerliche Rettung per Luft. Prof. Dr. Marc Maegele und sein Assistent Gerd Böttcher stemmten dieses Werk mit Hilfe verschiedener Institutionen und vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter. Hans-Dietrich Genscher und Jürgen Roters schrieben unter Anderen die Grußworte. Aus Anlass des 40. Jubiläums am 22. Dezember landete Christoph 3 mit voller Besatzung auf dem Gelände des Rheinparks und drehte anschließend einige sensationelle Ehrenrunden vor dem Kölner Stadtpanorama. Das Buch ist im Lehmanns Verlag erschienen, ist für 14,95 € zu erstehen (unter anderem auf der Kerpener Straße 75 in Köln) und ist ein trefflicher Vorschlag für ein gelungenes Weihnachtsgeschenk für spät entschlossene Geschenkekäufer, die all die beglücken möchten, die sich für Fluggeräte, Technik, Medizin, Luftaufnahmen, Hobby- und Profifotografie interessieren, und davon gibt es viele, auch bereits unter Kindern und Jugendlichen. Dem Lehmanns Verlag und allen Mitwirkenden ist mit dieser Chronik ein regelrechter Knüller gelungen: Die erste Auflage ist bereits zum Erscheinungstag des Buches fast völlig vergriffen, und man erwägt schon den Nachdruck.

Christoph 3 mit Pilot, Rettungsassistent und Sanitäter (Aufnahme: Andrea Matzker)

Christoph 3 (Aufnahme: Andrea Matzker)
Filed by Christian Dick at December 23rd, 2011 under Köln
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December 21, 2011

Buch-Vorstellung von Christian Dick
Wer auf die letzte Minute noch ein passendes Weihnachtsgeschenk braucht, dem sei das Buch “Benedikt XVI. - Der Papst in Deutschland” ans Herz gelegt. Erstellt wurde das Buch von Michael Hesemann, der bereits rund 40 zu Thema katholische Kirche publiziert hat. In dem Buch sind sämtliche Reden enthalten, die Papst Benedikt XVI. während seines Deutschland-Besuchs vom 22. bis 25. September 2011 in Berlin, Etzelsbach, Erfurt und Freiburg gehalten hat. Festgehalten sind in diesem Buch die eindrucksvollsten Momente dieses historischen Papst-Besuchs in Deutschland. Sehr schön sind die Bilder, die denjenigen, die nicht selbst dabei sein konnten einen Eindruck vermitteln, was für ein guter Geist in diesen Tag geherrscht hat.
Angaben zum Buch:
Verlag: Sankt Ulrich Verlag
Gebundene Ausgabe
144 Seiten
14,95 €
ISBN: 3867441847
EAN: 97838674
Filed by Christian Dick at December 21st, 2011 under Buchtip
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December 19, 2011
Komödie von Wilfried Schröder nach einem Roman von Heinrich Spoerl

Foto: das Ensemble aus “Die Feuerzangenbowle” (Aufnahme: Christian Dick)
“Das Schönste vom Leben haben Sie nicht mitbekommen”, so der einheitliche Tenor einer launigen Feier einiger Herren, die bei einer Feuerzangenbowle in den Erinnerungen an die Streiche ihrer Schulzeit schwelgen. Es ist für die Anwesenden völlig abstrus, dass der Jüngste in ihrem Kreise, der Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer, in seinem Leben keine Schule besucht hat, sondern stattdessen einen Privatlehrer hatte. “Sie sind ja gar kein richtiger Mensch”, halten sie Pfeiffer vor. Und so entsteht ein Gedanke, der auch Max und Moritz hätte entspringen können. Johannes Pfeiffer soll noch einmal die Schulbank drücken. Der erfolgreiche Schriftsteller findet großen Gefallen an dieser Idee und nimmt die Rolle des Schülers “Pfeiffer mit drei f” an und mischt sich in der Kleinstadt Babenberg, in der noch eine Heile-Welt-Idylle herrscht, unter die Oberprimaner des Gymnasiums. Und da stures Pauken allein nicht glücklich macht, gilt es nun für Pfeiffer und seine Mitschüler, die Lehrer nach allen Regeln der Kunst auf die Schippe zu nehmen.
Sehr gelungen ist die Inszenierung der Komödie in der Steinstraße, die nunmehr seit November 2004 bereits zum dritten Mal auf dem Spielplan dieses Theaters steht. Auf der relativ kleinen Bühne agieren insgesamt 13 Schauspieler. Ulrich Meyer-Horsch spielt die Rolle zwar völlig anders als Heinz Rühmann, aber dennoch auf eine sehr erfrischende Weise. Die Inszenierung hat Charme und Esprit. Urkomisch ist eine Szene, bei der die Schüler im Chemieunterricht bei der Behandlung der alkoholischen Gärung so tun, als ob sie alle besoffen sind. Besonders amüsant ist es weiterhin mit anzuschauen, wie die Schüler von ihrer Referendarin im Musikunterricht schwärmen, die bei ihnen Assoziationen an die Loreley weckt.
Es wirken mit Klaus Falkhausen, Ulrich Meyer-Horsch, Heinz Lieven, Torsten Michael Krogh, Hannelore Droege Johann Christof Wehrs, Antje Otterson, Joscha Henningsen, Guido Bayer, Rune Jürgensen, Thomas Franz, Björn B. Klein, Phillip Lang
Fälschlicherweise wird „Die Feuerzangenbowle“ zumeist immer dem Düsseldorfer Heinrich Spoerll zugeschrieben. Es handelt sich vielmehr um einen Stoff von Hans Reimann, eines Freundes von Heinrich Spoerll, der jedoch wegen des Nazi-Regimes seinen Stoff nicht an den Mann bringen konnte. Heinrich Spoerll hat lediglich an der Rahmenhandlung mitgewirkt und zeichnet für den Schluss verantwortlich. Und so ist auch nicht eindeutig nachzuweisen, ob als Vorbild das Gymnasium der Stadt Babelsberg eine Schule in der kleinen Stadt an der Oder war, wo Reimann aufgewachsen ist, oder aber das frühere Realaufbaugymnasium am Fürstenwall in Düsseldorf, wo Heinrich Spoerll zur Schule gegangen ist. Die Inszenierung in der Komödie in der Steinstraße in Düsseldorf, die bis zum 6. Januar 2012 präsentiert wird, kann auf alle Fälle mit dem Prädikat äußerst sehenswert bewertet werden.
Die Feuerzangenbowle wurde erstmalig 1944 mit Heinz Rühmann verfilmt und wird bis heute, vor allem in der Weihnachtszeit, immer wieder gerne wiederholt. In den 1970er Jahren gab es ein Remake mit dem soeben verstorbenen Walter Giller, das allerdings an den Erfolg der ersten Version nicht heranreichte.
Weitere Informationen finden Sie unter der Adresse www.komoedie-steinstrasse.de.
Autor: Christian Dick
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December 17, 2011
Autor: Christian Dick

Hintere Reihe (von links nach rechts) Moderator und center-tv-Chefredakteur Christian Zeelen, Jan Winschermann, Bruder Matthäus Werner (Obdachlosen-Zeitung fifty fifty), Oberbürgermeister Dirk Elbers, Bettina Böttinger, center.tv-Moderatorin Claudia Monréal
Mittlere Reihe: Melanie Kraus, Gewinnerin des Düsseldorf Metrogroup Marathon 2008, Handwerkskammer-Präsident Professor Wolfgang Schulhoff und Sven Gösmann, Chefredakteur der Rheinischen Post
Vordere Reihe: Peter Iden, früher Theater- und Kunstkritiker der Frankfurter Rundschau und Mit-Initiator des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt, der Maler Gotthard Graubner, Albert Eickhoff, NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens und Jawahir Cumar, Gründerin des Vereins „Stop Mutiliation“
(Aufnahme: Christian Dick)
Am 12. Dezember 2011 wurden durch den Lokalsender center.tv erneut die Düsseldorfer des Jahres ausgezeichnet worden. Wenn im Rheinland eine Veranstaltung zum zweiten Male stattfindet, dann ist das eine Tradition. Wird eine Veranstaltung zum dritten Mal durchgeführt, so ist dies Brauchtum. Somit fanden sich rund 200 Gäste am vergangenen Montag im Henkel-Saal des Schlösser Quartier Bohème in der Ratinger Straße in der Düsseldorfer Altstadt zu einer Brauchtumsveranstaltung ein. Für die Preisverleihung sechs Sparten zeichnete wie gewohnt center.tv und die Rheinische Post verantwortlich. Und es war auch dieses Mal wieder eine illustre Schar von PreisträgerInnen. Albert Eickhoff, einer zehn einflussreichsten Menschen in der Modebranche weltweit, und unter dieser Gruppe der einzige Deutsche, wurde für sein Lebenswerk geehrt. 1961 hat er sein Unternehmen in Lippstadt gegründet. Am 10. Januar 1981 eröffnete er sein Geschäft auf Düsseldorfs Prachtboulevard, der Königsallee. Nicht zuletzt durch Moderfürsten, wie Albert Eickhoff, hat Düsseldorf auch den Beinamen „Klein-Paris“, in Anspielung darauf, dass in der Stadt das Thema groß geschrieben wird. Albert Eickhoff war es auch, der den italienischen Designer Gianni Versace in den 1970er Jahren nach Deutschland holte. Eine Laudatio auf ihn, in der seine großen Erfolge erwähnt wurden, hielt Fernsehmoderatorin Bettina Böttinger. In der Kategorie „Fairness und Courage“ fungierte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens als Laudatorin für Jawahir Cumar. Ursprünglich stammt Jawahir Cumar aus Somalia. Ihr entschiedenes Engagement gilt der Bekämpfung von Genital-Verstümmelungen, die nicht nur Afrika, sondern verbotener Weise auch Deutschland immer wieder vorgenommen werden. Jawahir Cumar ist selber ein Beschneidungsopfer und hat heute drei Kinder. Sie hat den Verein „Stop Mutilation“ ins Leben gerufen, der entschieden gegen Genital-Verstümmelungen ist. In der Sparte „Kultur“ wurde der Maler Gotthard Graubner als Düsseldorfer des Jahres ausgezeichnet. Im Bereich „Sport“ der Organisator des Düsseldorf-Marathons, Jan Winschermann. Er erhielt den Preis als Anerkennung für seinen langjähriges unermüdlichen Einsatz für dieses Sportevent. Die Laudatio auf ihn hielt Melanie Kraus, die den Marathon im Jahre 2008 gewonnen hatte. Last but not least, erhielt in der Kategorie „Wirtschaft“ Wolfgang Schulhoff, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf die Auszeichnung. Die Laudation hielt Oberbürgermeister Dirk Elbers. Zum Düsseldorfer des Jahres in der Kategorie „soziales Engagement“ wurde der Franziskanermönch Bruder Matthäus Werner geehrt. Mit der Organisation „Fifty-Fifty“ hat er sich eine Verbesserung der Lebensumstände der etwa 2.500 Obdachlosen in Düsseldorf zum Ziel gesetzt. Er erhielt hierfür eine Spende von 5.000 Euro.
Die Erstausstrahlung der TV-Gala “Düsseldorfer des Jahres” erfolgt am 17. Dezember um 20:15 Uhr. Zu empfangen ist center.tv in der Region Düsseldorf, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Mettmann über das Unitymedia-Kabelnetz analog auf Kanal S18 (Frequenz 280,25) und digital auf Kanal S04.
Wenn Sie die Überschrift dieses Artikels anklicken, sehen Sie noch eine Fotostrecke vom Abend der Preisverleihung.
Filed by Christian Dick at December 17th, 2011 under Events
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