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Mai 31, 2016

Düsseldorf wird zur drupacity

Zahlreiche Aktionen bringen die drupa-Highlights in die Stadt

Wenn das Düsseldorfer Messegelände während der drupa (31. Mai bis 10. Juni) wieder zum Hotspot der Print-Media-Branche wird, heißt auch die Stadt die hunderttausenden Besucher aus aller Welt herzlich willkommen. Düsseldorf erstrahlt bei zahlreichen Aktionen in Rot, die Rheinmetropole wird zur drupacity. Ziel dieser gemeinsamen Initiative von Messe Düsseldorf und Destination Düsseldorf ist es, das Messethema in der Stadt sichtbar, aber vor allem auch erlebbar zu machen. Ob rollendes 3D-Labor oder Modekollektion aus Papier: Nicht nur an die internationalen Besucher, sondern auch an die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger richten sich attraktive Angebote, die die Kernthemen der drupa innovativ, kreativ und auch für den interessierten Laien verständlich vermitteln. „Düsseldorf beweist mit vielen Veranstaltungen, dass sich die Stadt und ihre Bürger mit dem Messethema identifizieren. Das fördert die Standortbindung“, sagt Boris Neisser, Geschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Destination Düsseldorf. „Es freut uns daher sehr, dass die Initiative auf so große Resonanz stößt und die Düsseldorfer Dienstleistungsbranche sich aktiv einbringt.“ Über 50 Partner aus Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Transportgewerbe unterstützen drupacity mit vielfältigen Aktionen – von einem „Marktplatz der Papierkunst“ über innovative 3D-Projekte bis hin zu sogenannten drupabases in Hotels.

Willkommen, welcome, bienvenue

Schon bei ihrer Ankunft sollen sich die Besucher in der Landeshauptstadt wohl fühlen: Sie werden durch freundliche drupaulas und drupauls, ganz in Rot gekleidete Begrüßungsteams, persönlich am Düsseldorfer Flughafen und am Hauptbahnhof empfangen und sogar mit einer eigenen Testimonial-Kampagne auf Großflächenplakaten begrüßt. Es handelt sich bei den Testimonials bewusst nicht um Prominente, sondern um Vertreter einzelner Berufsgruppen, die die drupa-Gäste mit individuellen Zitaten herzlich willkommen heißen. Dass nicht nur die Liebe durch den Magen geht, sondern auch „der Druck“, zeigen die druPRINTen der Bäckerinnung. Das traditionsreiche Gebäck, bedruckt mit drupacity-Logo und Düsseldorf-Motiv, wird in 100 Filialen der Handwerksbäcker als schmackhaftes Souvenir verkauft, als Give-Away an Flughafen, Hauptbahnhof, auf dem Messegelände und in Hotels verteilt.

Wolfgang macht mobil: Ein Bus als rollendes Labor

Besondere Aufmerksamkeit wird sicher „Wolfgang“ genießen: ein Berliner Doppeldeckerbus, den das GoetheLab der FH Aachen zu einem mobilen 3D-Drucker-Labor umbauen ließ. Er bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Additive-Manufacturing-Technologie, also des 3D-Druckens, aus dem Labor in die Stadt, macht Technik verständlich und erlebbar. An acht Computerarbeitsplätzen samt 3D-Druckern können die Besucher lernen, wie sie ein Objekt, das später dreidimensional gedruckt werden soll, virtuell konstruieren. Zusätzlich verfügt der FabBus, eine Zusammensetzung aus den Worten „Fabber“ und „Bus“, über einen Showroom mit Fachbüchern zum Thema, einen Loungebereich und eine Kaffee- und Teebar. Seinen Spitznamen verdankt „Wolfgang“ übrigens Deutschlands berühmtestem Dichter in Anlehnung an das GoetheLab in der Aachener Goethestr.

Vielfältiges Aktionsprogramm

Das drupa Highlight-Thema 3D-Druck ist darüber hinaus in der gesamten Innenstadt in Shopping-Malls und großen Kaufhäusern, aber auch am Flughafen allgegenwärtig. Hier können Besucher auf der Aktionsfläche „Win your twin“ in der Check-In Halle 100 persönliche 3D-Figuren gewinnen. In den Schadow-Arkaden kann man u.a. erleben, wie an sogenannten Delta-Towern über die gesamte Messe-Laufzeit der Düsseldorfer Fernsehturm entsteht oder in nur 20 Minuten Give-Aways produziert werden: kleine Gespenster, die in der Dunkelheit leuchten. In der Galeria Kaufhof am Wehrhahn erhält der Gewinner eines Malwettbewerbs das Objekt seiner Zeichnung später in 3D. Bei Breuninger begrüßt ein Riesen-Macaron die Besucher, die Wissenswertes rund um den Lebensmitteldruck erfahren.

Außergewöhnliches aus dem Werkstoff Papier zeigen weitere attraktive Ausstellungen an der Kö: So stellt das stilwerk unter dem Namen „Marktplatz der Papierkunst“ Arbeiten verschiedener Künstler aus, während man am Kö-Bogen die Kunst des Papierreißens bei Mr. Lo’s Papershow erleben kann. Die Kö-Galerie präsentiert eine besondere Mode-Kollektion aus Papier, entworfen von Studenten der Mediadesign Hochschule Düsseldorf. Das Thema der Kollektion wird sich an dem diesjährigen Slogan der drupa „touch the future“ orientieren. Weitere Ausstellungen und Vorträge runden das Programm ab.

Service wird in der drupacity großgeschrieben

Zahlreiche drupartner aus Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel bieten den Messebesuchern in sogenannten drupabases speziell gekennzeichnete Treffpunkte, in denen die Gäste vor und nach dem Messebesuch verweilen können und aktuelle Informationen finden. Für das leibliche Wohl ist in den drupabases ebenfalls gesorgt: Das Spektrum reicht von kostenfreien Snacks über tägliche Verkostungen in Gourmetzonen bis hin zu roten drupacity-Begrüßungscocktails oder rotem Altbiereis bei Rückkehr ins Hotel. Mit der Einrichtung von Tax Free Service Points und mehrsprachigem Verkaufspersonal stellt sich der Einzelhandel auf die zahlreichen internationalen Besucher ein. Zur Erinnerung an ihren Aufenthalt gibt es für alle drupa-Gäste natürlich auch das passende Souvenir: In den Touristinformationen ist das Wahrzeichen der Stadt, der Düsseldorfer Radschläger, als rote 3D-Figur erhältlich.

Gut zu wissen

Beach Banner mit Aufdruck „welcome to drupacity düsseldorf“ weisen an den jeweiligen Standorten auf die Aktionen in der Innenstadt hin. Für die passende musikalische Einstimmung sorgt der neue drupa-Song „drupa is in town again“: Der Düsseldorfer Musiker und Komponist Dieter Falk hat die drupa-Hymne geschrieben, Soul-Sängerin Bonita Niessen lässt es grooven. Der Song wird überall in der Stadt zu hören sein, u.a. in Kaufhäusern und Hotels. Der City Guide Düsseldorf Inside fasst das Programm von drupacity übersichtlich zusammen. Weitere Informationen unter www.drupacity.de.

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Lesung mit WILLIBERT PAUELS in der Volksbühne in Köln

Autor: Christian Dick

Am 7. Juni 2016 liest der als Büttenredner unter dem Namen „ne Bergische Jong“ bekannte katholische Diakon Willlibert Pauels in der Volksbühne am Rudolfplatz, Aachener Str. 5, 50674 Köln. Der Abend steht unter dem Titel „WENN DIR DAS LACHEN VERGEHT – WIE ICH MEINE DEPRESSION ÜBERWUNDEN HABE“

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Foto: Willibert Pauels (Copyright Guido-Wagner)

TERMIN: 7. Juni 2016

BEGINN: 20:00 Uhr

KARTEN: 18,00 € zzgl. VVK-Gebühren, Abendkasse 23,00 €

Wenn einem Karnevalisten das Lachen vergeht, ist das nicht witzig. Wenn ein erfolgreicher und bekannter Karnevalist seine Depression wirksam bekämpft und mit dieser Krankheit offen umgeht, kann das – bei aller Traurigkeit – tatsächlich komisch sein. Willibert Pauels, „ne Bergische Jung“ im Kölner Karneval, hat eine „Eiszeit der Seele“ hinter sich. Pauels erzählt mit einer außergewöhnlichen Offenheit von dem „schwarzen Hund“ – so nennt er seine Depression – und schließlich von seinem Start in ein neues, anderes Leben. Und er wäre nicht der erfolgreiche Karnevalist, wenn er nicht auch hier Witze und Anekdoten zum Schmunzeln einbauen würde …

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Mai 26, 2016

Wulff und Wolf

 

Autoren: Christian Dick und Ralf Roeb

„Die polnischen katholischen Bischöfe unter Federführung von Boleslaw Kominek, mit Unterstützung von Karol Wojtyla, sendeten am 18. November 1965 einen Brief an die Deutsche Bischofskonferenz. Nach den Spaltungen des 2. Weltkriegs mit Millionen von Toten und Vertriebenen wagten sie den historischen Satz: „Wir vergeben und bitten um Vergebung.“ Das brachte Europa weiter! Die Frage war damals nicht „Was kommt an?“, sondern „Worauf kommt es an?“, erklärte Bundespräsident a. D. Christian Wulff beim Festakt anlässlich des 100. Katholikentages in der Leipziger Oper. Wulff, selbst bekennender Katholik, führte weiter aus, er habe die katholische Kirche so erlebt, dass sie nicht zuerst frage, was die Menschen trenne, sondern was die Menschen verbinde. Dies bringe gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Bei gesellschaftlichen Themen ist es oft die Frage, wie man sie erklärt. Wenn mein 8jähriger Sohn sich Gedanken wegen der Flüchtlinge macht und mich fragt „Papa, können wir das schaffen?“, dann sage ich zu ihm „Auf Deiner Grundschule sind 500 Schüler, da kann man doch 3 Schüler mehr leicht aufnehmen.“ Mein Sohn nickte daraufhin und hat dies verstanden. Das Thema Integration von Flüchtlingen kann man also auch einem 8jährigen schon begreifbar machen. Europa hat etwa 500 Millionen Einwohner. Da kann es Europa doch leicht schaffen, 3 Millionen Flüchtlinge aufzunehmen.“ Den PEGIDA-Anhängern warf Wulff vor, dass sie sich nicht mit Grundgesetz auskennen und nicht auf dessen Boden agieren, ebenso stünden die Forderungen der PEGIDA-Anhänger in deutlichem Gegensatz zur Botschaft des Christentum, die für Nächstenliebe, Menschlichkeit und  Freiheit stehe. Er warnte vor Nationalismus, dem Schüren unbegründeter Ängste und einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft und Europas. Dies sei eine echte Friedensgefahr.

 

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Foto: Bundespräsident a. D. Christian Wulff im Leipziger Opernhaus bei Festakt des 100. Katholikentages (Aufnahme: Christian Dick, copyright www.nrw-depesche.de)

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Foto: Professor Dr. Hubert Wolf, Kirchenhistoriker der Universität Münster, sprach in seinem Vortrag über die Entwicklung der Katholikentage seit 1848, die Entwicklung zwischen Klerus und Laien sowie die Reformbewegung und die Emanzipation der Laien und stellte unter anderem fest „Ohne die Katholikentage gäbe es den heutigen Sozialstaat so nicht.“   (Aufnahme: Christian Dick, copyright www.nrw-depesche.de)

 

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Foto: (von links nach rechts) Theodor Bolzenius, Pressesprecher des Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Professor Dr. Thomas Sternberg, Präsident des ZdK und CDU-Abgeordneter im Landtag von NRW und Andreas Kutschke, seit September 2015 Diözesanadministrator des Bistum Dresden-Meißen. Bei der  Auftakt-Pressekonferenz des 100. Katholikentages wurde auch ein Signal an die Menschen gesendet, die nicht in der Kirche sind. Leipzig hat gerade einmal 4,3 Prozent Katholiken, Ostdeutschland ist die am stärksten säkularisierte Region in Europa. Ein weiteres Signal, das vom Katholikentag ausgehen soll, ist, dass Sachsen, im Gegensatz von dem gegenwärtigen gegenwärtigen in den Medien vorherrschenden Bild, keinesfalls eine fremdenfeindliche Region ist, sondern vielmehr weltoffen, kommunikativ und gastfreundlich. (Aufnahme: Christian Dick, copyright www.nrw-depesche.de)

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Foto: Ralf Roeb vom Team der NRW-d-e-p-e-s-c-h-e und Aiman A. Mayzek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland tauschten sich nach dem Festakt zum Thema „Christen und Muslime als Weg-Gestalter einer neuen gesellschaftlichen Mitte“ aus. (Aufnahme: Christian Dick, copyright www.nrw-depesche.de)

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Mai 25, 2016

Zunehmende Exegese des Koran

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Foto: Professor Mouhanad Khorchide von der Universität Münster (Aufnahme: Christian Dick, copyright www.nrw-depesche.de)

Autoren: Christian Dick und Ralf Roeb

Seit Jahren gibt es den Gesprächskreis „Christen und Muslime“ beim ZdK. Thomas Sternberg, ZdK-Präsident erklärt: „Der Islam wird oft mit Gewalt assoziiert. Die Mehrheit der Muslime lehnt Gewalt jedoch ab.“  Ein frisch präsentiertes Papier „Keine Gewalt im Namen Gottes! Christen und Muslime als Anwälte für den Frieden“ wurde im Gesprächskreis entwickelt und gestern, kurz vor Beginn des Katholikentages, in Leipzig gemeinsam vorgestellt. Professor Mouhanad Khorchide (Universität Münster) übernahm es, in die Gedankenwelt des Papiers einzuführen. Er warnt eindringlich vor religiösem Exklusivismus. „Dass jemand an den Wahrheitsanspruch seiner eigenen Religion glaubt, heißt noch nicht, dass deshalb alles andere abzulehnen ist.“ Exklusivismus bereite den Boden für Formen der Gewalt. Ein zweiter Punkt sei das Gottesbild. „Sag mir, an welchen Gott du glaubst, und ich sage dir, wie es um deine Menschlichkeit steht.“ Mit diesem Zitat von Emil Brunner hielt er einem von Liebe, Zuwendung und mit Freiheit ausstattendem Gottesbild den Entwurf gegenüber, in welchem Gott bedingungslose Unterwerfung und sozusagen gehorsame Marionetten fordert. Ein solcher Entwurf führe nicht zur Wertschätzung des anderen Menschen oder eines anders denkenden Menschen. In einem dritten Punkt fordert Prof. Khorchide nachhaltig die Wertschätzung einer Kontextualität der religiösen Schriften. Exegese gäbe es nicht nur mit Blick auf die Bibel, sondern auch in Hinsicht auf den Koran, und zwar seit dem 7. Jahrhundert. Zweifellos könne hier noch Wichtiges geleistet werden. In diesem Zusammenhang stehe auch die Ausbildung der Imame. Wer über die Kontextuatlität der Hl. Schrift Kenntnisse hat, verstehe auch besser, dass er bei allen aktuellen Überlegungen Lebenswirklichkeiten berücksichtigen müsse.

 

 

Filed by Christian Dick at Mai 25th, 2016 under Kultur
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ZDK-Vollversammlung vor dem Katholikentag in Leipzig

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Foto: Professor Dr. Thomas Sternberg , Präsident des Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, MdL NRW (ZDK) (Aufnahme: Christian Dick, copyright www.nrw-depesche.de)

Autoren: Christian Dick und Ralf Roeb

Anlässlich des 100. Deutschen Katholikentages fand am 24. und 25. Mai 2016 in Leipzig des Vollversammlung des Zentralkomitee der Deutschen Katholiken statt. Das ZDK zeichnet sich aktuell durch weitgehende Konstanz aus: Die Vollversammlung hat seit Jahren die gleichen Mitglieder, die Menschen kennen sich sehr gut. Auch viele Themen, die  wiederum auf den Schild gehoben wurden, sind einem schon seit Jahren bekannt. Hoch im Kurs stand dabei in der öffentlichen Aussprache insbesondere das von Papst Franziskus aktuell wieder in den Fokus gestellte Frauendiakonat. Die ehemalige ZDK-Präsidentin Rita Waschbüsch fordert, dass es hier keine Lightversion gibt, sondern einen vollwertigen, den männlichen Diakonen entsprechenden Dienst.

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(Aufnahme: Christian Dick, copyright www.nrw-depesche.de)

Neben aller Konstanz gab es in der öffentlichen Aussprache zwei aktuelle neue Themen: Zum einen hatte das ZDK der AfD die Beteiligung am Katholikentag nicht erlaubt. In seiner Erläuterung führte ZDK-Präsident Thomas Sternberg aus, dass er persönlich die kontroverse Auseinandersetzung mit den Positionen und Repräsentanten der AfD für richtig hält und dies selbst auch so praktiziert. In der Rubrik „Christ und Welt“ der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ wird am 26. Mai ein Streitgespräch zwischen Thomas Sternberg und Alexander Gauland (AfD) zu lesen sein. „Glauben Sie mir, diese Veranstaltung war nicht vergnügungssteuerpflichtig“, schob Sternberg hinterher.

Das zweite neue Thema betrifft die aktuelle Flüchtlingsdebatte und einen vom ZDK absolut begrüßten Lösungsansatz, der unlängst über die Communità die Sant’Egidio in Syrien gestartet worden ist. Hier werden Asylanträge im Herkunftsland direkt geprüft. Wer seinen Asylantrag berechtigt gestellt hat, kann nach der Prüfung direkt nach Deutschland ausgeflogen werden. Dadurch soll die Schleuserkriminalität unterbunden und eine weitere Belastung der ohnehin durch Flucht bedrückten Menschen vermieden werden.

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Foto: Links im Bild: Bundestagspräsident a. D. Wolfgang Thierse ist Mitglied der Vollversammlung des ZDK, rechts neben ihm Karin Kortmann, stellvertretenden Vorsitzende des Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (Aufnahme: Christian Dick, copyright www.nrw-depesche.de)

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Foto: Ralf Roeb, NRW DEPESCHE, im Gespräch mit BDKJ-Präses Dirk Bingener  (Aufnahme: Christian Dick, copyright www.nrw-depesche.de)

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Mai 22, 2016

Rheinisches Landestheater: Bürgerbühne präsentiert Ein Stück Gerechtigkeit

Autor: Christian Dick

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Das Ensemble der Bürgerbühne bei der aktuellen Inszenierung „Ein Stück Gerechtigkeit“ (Foto: Lena Schulz)

In Neuss gibt es jetzt die sogenannte Bürgerbühne. Hier können sich Menschen, die bis dato noch keine professionelle Erfahrung in der darstellenden Kunst haben auf die Bretter begeben, die die Welt bedeuten. Die aktuelle Saison des Rheinischen Landestheater steht unter dem Titel „Gerechtigkeit“. Demgemäß hat die neue geschaffene Gruppe von Laienschauspielern der „Bürgerbühne“, unter denen eine junge Dame ist, die bereits an einer Berliner Schauspielschule aufgenommen worden ist, ihre erste Inszenierung unter den Titel „Ein Stück Gerechtigkeit“ gestellt. Am 21. Mai 2016 fand die Premiere statt Festzustelle ist, dass das gesamte Ensemble textsicher war, die Souffleuse kam somit nicht zum Einsatz. Die Darstellerinnen und Darsteller dieses ersten Projekts der Bürgerbühne sind allesamt nicht nur kreative Köpfe, sondern vor allem starke, eigenwillige und unterschiedliche Charaktere. Was bewegt uns? Was macht uns aus? Tausende einzigartige Persönlichkeiten leben in einer Stadt und prägen diese. Was ist, wenn sich eine heterogene Gruppe zusammenfindet und versucht, zusammen ein Stück Gerechtigkeit auf die Bühne zu bringen. Geht das überhaupt? Was geschieht, wenn Alter, Herkunft und Sprache einfach keine Rolle mehr spielen? In dieser ersten Inszenierung der Bürgerbühne melden sich Menschen aus Neuss zu Wort, um gemeinsam Geschichten zu schöpfen. Geschichten und Texte über die Gerechtigkeit und die Ungerechtigkeit. Es entsteht eine bunte Collage, bestehend aus eigenen Texten und Songs, Komödiantischem, Ernstem, Berührendem, Nachdenklichem Trotz alledem ist es Regisseurin Theresa Sokolowski sehr gut gelungen, die Inszenierung so anzulegen, dass alle Ensemble-Mitglieder ihre ganz persönliche individuelle Note unter Beweis stellen können.

Sie alle haben ihre Beiträge zum Thema Gerechtigkeit selbst ausgearbeitet bzw. arrangiert. Was hier vorgetragen wurde war teils hochphilosophisch. Ebenso ist diese Inszenierung gesellschaftskritisch. Der Zuschauer wird immer wieder mit den Fragen konfrontiert „Was ist Gerechtigkeit?“, „Gibt es Gerechtigkeit?“ und „Wenn es einen Gott gibt, wieso ist gibt es dann so viel Leid, Kriege, Armut und Hunger auf der Welt?“. Und auch der Umgang der Gesellschaft mit der Flüchtlingskrise wird nicht ausgespart. Was nun Gerechtigkeit ist, diese Frage wird nicht abschließend beantwortet, der Zuschauer ist gefordert, darüber zu reflektieren. Die Inszenierung wühlt auch auf. Ein besonderes Spannungsmoment ist eine Beerdigung. Aber keine Angst. Es ist kein Mensch gestorben. Denn hier wird die Gerechtigkeit beerdigt. Gerade mit dieser Szene wird die Gesellschaft zu einem Umdenken in puncto Umgang mit Menschen, Gleichbehandlung aller Menschen und Diskriminierung provoziert.

Zum Thema Gerechtigkeit stellt die Intendantin des Rheinischen Landestheater folgendes fest „Ist die Tugend Gerechtigkeit ein uner­reichbares Ideal oder kann sie als feste Größe in unser Leben integriert werden – diese Frage und die Sehnsucht danach sind so alt wie die Menschheit selbst. Der Wunsch nach einer gleich­ berechtigten, angemessenen Teilhabe an Gütern, Chancen und Interessen impliziert ein glückliches Leben für alle. Der Ruf nach Gerechtigkeit als Grundnorm des menschlichen Zusammenlebens führt aber auch zu Streit und Kriegen, da sich das einzelne Gerechtigkeitsempfinden häufig vom gesellschaftlich sanktionierten Recht unterscheidet. Wie sähe eine gerechte Welt aus? Gibt es ein gerechtes Miteinander im Staat, in der Gesellschaft, in der Familie, in der Beziehung?“.

Weitere Aufführungstermine im Studio des Rheinischen Landestheater sind Sonntag, 22. Mai, und Dienstag, 24. Mai, jeweils um 19 Uhr.

Kurzbeschreibung:

Stückentwicklung | Bürgerbühne RLT Neuss

In Kooperation mit dem Off Theater

Studio des Rheinischen Landestheater

Regie: Theresa Sokolowski

Weitere Informationen zum Rheinischen Landestheater sind unter folgender Internetadresse zu finden: www.rlt-neuss.de

 

Filed by Christian Dick at Mai 22nd, 2016 under Kultur
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Mai 15, 2016

JAZZRALLY versetzt in die 1970er Jahre zurück

Autoren: Christian Dick und Hans-Werner Keller

Eines der Highlights der „schauinsland reisen JAZZRALLY Düsseldorf“ am Pfingstwochenende 2016 war das Konzert der Formation “THE EARTH WIND AND FIRE EXPERIENCE FEATURING THE AL MCKAY ALLSTARS” am Samstag, dem 14. Mai, im Konzertzelt auf dem Burgplatz.

Die Musiker heizten den Fans ein mit Disco-Funk im Siebziger-Jahre-Style. Al „The Hurricane“ McKay schrieb einige der größten Hits mit – wie ‚September‘ oder „Saturday Nite“ – und fungierte neben Gründer Maurice White als Produzent. Nach sieben Jahren zog er sich 1981 von der Bühne zurück. In den Neunzigern formierte McKay aus alten Freunden und Kollegen eine Art Super-Band, geschaffen einzig und allein für großartigste, mitreißende Disco-Funk-Liveauftritte.

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Fotos des Konzerts “THE EARTH WIND AND FIRE EXPERIENCE FEATURING THE AL MCKAY ALLSTARS”, Al McKay zweitletztes Bild links (Aufnahmen: copyright: Christian Dick)

Bei dem Konzert wirkten folgende Musiker mit: Gonzales Abreu (tp.), B. Dowling (keyb.), D. Duckett (voc.), F. Flewelen (bs., git.), D. Gant (keyb.), A. Haggerty (dr.), J. Kirk (trombone), A. McKay (git.), T. Owens (voc.), O. Peralta (tp.), C. Woods (voc.), E. Wynne (sax.)

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Foto: Die Fans jubelten bei dem Konzert im Zelt am Burgplatz (Aufnahme: copyright: Christian Dick)

Hintergrundinformationen

Al McKay, der am 2. Februar 1948 in New Orleans, Louisiana, geboren worden ist, ist ein US-amerikanischer R&B-, Soul- und Funk-Gitarrist. Als er fünf Jahre alt schenkte ihm sein Onkel eine Gitarre. Von der Leidenschaft für dieses Instrument konnte er fortan nicht mehr loslassen.  Er orientierte sich insbesondere an Freddie King, Duane Eddy, den Everly Brothers und James Brown.

1986, als er gerade einmal 18 Jahre alt war, lernte der blutige Anfänger Al McKay zufällig in Los Angeles Ike Turner kennen. Diesem demonstrierte er sein Talent, mit der Gitarre imposante Leistungen hervorzubringen, was er bis dato nur in seinen eigenen vier Wänden gemacht hatte. Ehe er sich versah stand der dann auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Er ging auf Tournee mit durch die USA mit Ike und Tina Turners Revue und tauchte in eine Musikwelt, von der andere nur träumen können.

Diese Erfahrung währte allerdings nicht lange. Al McKay wurde mit 20 Jahren in Los Angeles  einer der erfolgreichsten  Session-Musiker, der bei Koryphäen wie Isaac Hayes bis Charles Wright, von Pearl Bailey bis Sammy Davis jr. stark gefragt war. Zur gleichen Zeit entstand wurde in Los Angeles durch die Brüder Verdine und Maurice White eine neue Band mit dem Namen „Earth, Wind and Fire“ ins Leben gerufen. Allerdings war der Erfolg mäßig, denn die Mixtur von Liedern aus Soul und R&B mit Klängen aus Afrika fand seinerzeit noch keine große Resonanz beim Publikum. Al McKay gesellte sich 1973 zui den Brüdern White. Zu eben dieser Zeit wurde auch der von Esoterik inspirierte, klassische Afro-Fusion-Sound unter dem Zeichen von Sonnengott & E-Gitarre immer gefragter. Der große Durchbruch von Earth, Wind & Fire kam 1975 durch das Album „That’s the way of the world”. Dies war der Beginn einer fulminanten weltweiten Karriere und stellte einen Meilenstein in Bezug auf ausklingende Hippie- und das beginnende Disco-Zeitalter dar.

Im Mittelpunkt dieses Geschehens war immer Al McKay. Er zauberte aus der Rhythmus-Gitarre unbeschreibliche Klänge hervor, zeichnete verantwortlich für einige der größten Hits mit, wie „September” oder „Saturday Nite”, und war ebenso wie Maurice White als Produzent der Gruppe tätig. 1981, nach sieben Jahren, hatte McKay legte eine Pause und Bühnenabstinenz ein, währen dieses Zeitraum widmete er sich der Produktion anderer Künstler. In den 1990er Jahren packte McKay erneut die unbändige Lust, zu seiner Gitarre zu greifen. Er stellte aus alten Freunden und Kollegen eine Band zusammen, die die herausragendsten Musiker seines Genres vereinigte. Diese trägt seither den Namen „Al McKay All Stars”. Mit Band ist McKay heute rund um den Globus unterwegs, immer in wieder unterschiedlichen Zusammensetzungen wie etwa alten EW&F-Kollegen, namhaften Gästen wie Ed Wynne von den Doobie Brothers oder Bill Churchville von Tower of Power sowie hochklassigen Session-Musikern aus Los Angeles. Die Band, das konnte man in Düsseldorf sehr gut empfinden, bringt bei ihren Konzerten das Lebensgefühl der 1970er Jahre wieder hautnah in er Erinnerung.

Am Freitag, dem 13. Mai 2016, gab Natalia Klitschko, Ehefrau des Ex-Boxers und ukrainischen Politikers Vitali Klitschko im Rahmen der JAZZRALLY ein Konzert in den Düsseldorfer Rheinterrassen. Sie präsentierte Lieder aus ihrem aktuellen ersten Album „Naked Soul“. Die Lieder ware sehr melancholisch und gefühlsbetont, bisweilen stimmten sich auch ein wenig traurig.

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Fotos: Natalia Klitschko und Band ((Aufnahmen: copyright: Christian Dick)

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Mai 13, 2016

Klaus Doldinger feiert Geburtstag

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Foto: Bildmitte: Klaus Doldinger (Aufnahme: Christian Dick)

Autor: Hans-Werner Keller

Die Legende Klaus Doldinger ist am 12. Mai 2016 80 Jahr alt geworden. Aus diesem Anlass gibt er zwei Konzerte mit Freunden in der Tonhalle Düsseldorf. Die Konzerte finden als Zusatzkonzerte im Rahmen der Jazz-Rally statt.

Zunächst besuchte Klaus Doldinger von 1947 bis zum Abitur 1957 besuchte das Jacobi-Gymnasium und ebenfalls ab 1947 mit einem Stipendium das Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf, wo er zunächst Klavier und ab 1952 Klarinette studierte. In dieser Zeit gründete er mit Freunden die Band The Feetwarmers, eine Dixieformation, die legendäre Konzerte in der Düsseldorfer Altstadt gab. Es kam 1955 zu ersten Plattenaufnahmen. Parallel studierte er Musikwissenschaften, Tonmeisterei und Tontechnik. Erste Reisen in die USA brachten ihn mit den Musikern wie Kenny Clarke, Donald Byrd und Benny Bailey zusammen. Es folgten Tourneen durch die USA mit legendären Auftrittten in New Orleans, dessen Ehrenbürger Doldinger ist. Es kam zu Tourneen in der ganzen Welt. Besonders beeindruckt war Doldinger von einer Tournee durch Südamerika. Es kam zu Kooperationen mit verschiedenen Musikern und musikalischen Formation. Besonders heraus zu heben ist seine 1971 gegründete eigene Band Passport mit dem jungen Udo Lindenberg an den Drums. Passport galten als die deutschen Weather Report. In den folgenden Jahrzehnten war Doldinger einerseits als Komponist sehr produktiv, verfolgte aber die Karriere mit Passport weiterhin intensiv. Auch als Komponist für Filmmusik machte sich Doldinger einen Namen. Die Musik für den Film Das Boot und die Titelmusik zur Krimiserie Tatort stehen hier nur exemplarisch. Er hat mehr als 50 Tonträger veröffentlicht, rund 2.000 Stücke geschrieben und stand über 4.200 Mal auf Bühnen in rund 50 Ländern. Der in München lebende Doldinger hat sein eigenes Tonstudio. Sein Düsseldorfer Ursprünge hat er nie vergessen. Dies beweisen regelmäßige Konzerte in Düsseldorf, aber auch die lang währende Schirmherrschaft für die Düsseldorfer Jazz-Rally. Unter dem Motto „Still Loud“ finden in der Tonhalle in Düsseldorf zwei Konzerte von Klaus Doldinger statt, die sein breites musikalisches Spektrum verdeutlichen. Termin sind am 12. und 13. Mai 2016.

Wichtige CDs (Auswahl vollkommen subjektiv)

Doldinger Jubilee ’75 (1975)

Cross-Collateral (1975)

Infinity Machine (1976)

Iguaçu (1977)

2 Originals Of Passport (1977) (enthält alle Stücke. die vorher als Passport und Second Passport veröffentlicht wurden)

Ataraxia (1977) (in manchen Ländern auch „Sky Blue“)

Garden Of Eden (1978)

Lifelike (1980)

Oceanliner (1980)

Blue Tattoo (1981)

Back To Brazil (2003)

Passport To Morocco (2006)

Passport On Stage (2008)

Back To Brazil – DVD (2010)

Inner Blue (2011)

Aktuelles Album aus dem Jahr 2016: Doldinger.

Filed by Christian Dick at Mai 13th, 2016 under Events
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Mai 8, 2016

Düsseldorfer St. Sebastianus-Schützen feiner 700jähriges Jubiläum

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(Aufnahme. Christian Dick)

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Foto: der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU), Kanzleramtsminister Peter Altmaier, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und seine Frau Dr. Vera Geisel und der Düsseldorfer Ehrenbürger Albrecht Woeste (Aufnahme: Christian Dick)

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Foto: Lothar Inden, Chef der Düsseldorfer St. Sebastianus-Schützen, Kanzleramtsminister Peter Altmaier sowie Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und seine Frau Dr. Vera Geisel (Aufnahme. Christian Dick)

Autor: Christian Dick

Am 8. Mai 2016 fand in der Düsseldorfer Tonhalle ein Festakt zum 700jährigen Jubiläum des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e. V. Dieser Tag wird in Düsseldorf auch als „Stephanientag“ bezeichnet. An diesem Tag gedenkt der Verein traditionell der Herzogin Stephanie von Hohenzollern, die von 1852 bis 1859 in Düsseldorf gewirkt hat.

Die Soziale Stadt

Von der Gründung bis heute ist der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf ein Zusammenschluss von Bürgern, die soziale Verantwortung übernehmen. Nicht nur den Mitgliedern in den eigenen Reihen wird geholfen, wenn sie in Not geraten. Ein Zeichen für soziales Engagement setzt auch der Stephanien-Preis, benannt nach der oben erwähnten Düsseldorferin Stephanie von Hohenzollern-Sigmaringen („Engel der Armen“), der späteren Königin von Portugal. Dem Schützenverein liegt das Miteinander der Generationen am Herzen. Er veranstaltet Seniorenfeiern zum Schützenfest und hat ein eigenes Seniorenwohnheim gebaut. Sozial ist aber nicht nur die Fürsorge, sondern auch das gesellige Miteinander.

Der mit 5.000,- EUR dotierte Stephanien-Preis ging in diesem Jahr den Verein HISKO – Hilfe im Schwangerschaftskonflikt.

Bedeutung der Schützen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Anlässlich des herausragenden Jubiläums war ein hochkarätiger Vertreter aus der Bundespolitik in Düsseldorf. Kanzleramtsminister Altmaier überbrachte die Grüße der Bundeskanzlerin und des Bundeskabinetts. In einer launigen Rede, in der er sich als den „schwergewichtigsten“ Minister der Bundesregierung bezeichnete, wies er darauf, wie wichtig die Schützen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Gemeinwohl sein. Den Schützen ebenso wie den handwerklichen Zünften maß Altmaier höchste Bedeutung für das gesellschaftliche Leben in Deutschland bei. Er betonte in diesem Zusammenhang auch den wichtigen Stellenwert des Ehrenamtes gleich welcher Art und lobte das Engagement für die Gesellschaft ohne eine Gegenleistung in Geld, das besonders für junge Menschen, aber auch für die Flüchtlinge, die in Deutschland eine neue Heimat suchten, eine Möglichkeit sei, um Gemeinschaft zu erfahren. Weiterhin hob Altmaier hervor, dass Schützenvereine für alle Menschen, in Düsseldorf seit jüngster Zeit auch für Frauen, offen seien und überparteilich seien.

Unter den Festgästen waren Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Oberbürgermeister Thomas Geisel, Ehrenoberbürgermeisterin Marlies Smeets, Ehrenmitglied des Vereins und der Düsseldorfer Ehrenbürger Albrecht Woeste,

Gemeinschaft macht stark

Der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 ist einer der wichtigsten Träger des Brauchtums in der Stadt. In ihrer Jahrhunderte alten Geschichte erlebte diese Gemeinschaft Gleichgesinnter Pest, Hungersnöte, Kriege, Revolutionen und Inflation und erfand sich wie Phönix aus der Asche immer wieder neu. Auch wenn sich der Verein von einer kirchlichen Bruderschaft loslöste, blieben die Mitglieder christlichen Grundwerten immer treu. Die Schützengesellschaften sind eng mit dem politischen und wirtschaftlichen Aufstieg der Städte verbunden. Der Verein nahm bereits in den Anfängen auch Frauen als Mitglieder auf, und nach der Reformation stand er auch evangelischen Christen offen. Bei der Gründung spielten die Zünfte der Handwerker als Vorbild eine wichtige Rolle. Die Gemeinschaft war auch eine soziale Errungenschaft. Die Mitglieder lebten nicht nur Geselligkeit vor, sondern unterstützten verarmte Mitglieder, fingen Waisenkinder auf. Caritas und christliche Verantwortung wirken bis heute fort.

Im Wandel der Zeiten

Die andere Wurzel der Schützengesellschaft ist der Soldatenheilige Sebastianus. Das Schießen mit Armbrüsten oder Pfeil und Bogen war nicht nur sportlicher Wettkampf, sondern auch Ausdruck wehrhafter Bürger. Auf der Liste der bekannten Schützenkönige steht allerdings eine Frau an erster Stelle: 1594 wurde Herzogin Jakobe von Baden erste Schützenkönigin.

In der Residenzstadt Düsseldorf gab es von jeher ein gutes Miteinander von Obrigkeit, Stadt und Schützen. Landesfürsten wie Herzog Wilhelm IV. von Jülich-Berg und Kurfürst Johann Wilhelm („Jan Wellem“) förderten den Schützenverein und stifteten für das Schützensilber. Die Franzosenzeit 1795 bis 1801 bedeutete wegen des Verbots von Schützenfesten erneut einen Einschnitt in die Geschichte des Schützenbrauchtums. Erst mit den Preußen konnte der Schützenverein seine Tradition fortsetzen. In die gescheiterte deutsche Revolution von

1848 wurde auch der St. Sebastianus Schützenverein hineingezogen. Sein damaliger Chef Lorenz Cantator unterstützte die Revolutionäre und musste später nach Nordamerika fliehen. Die von ihm dem Verein gestiftete schwarz-rot-goldene Fahne befindet sich noch heute im Rathaus.

Schützen 2.0

Mit den über Jahrhunderte bewährten Prinzipien von Kameradschaft und Solidarität widersteht der St. Sebastianus Schützenverein dem neoliberalen Zeitgeist, der die Optimierung des Individuums feiert. Das alljährliche Schützenfest und die größte Kirmes am Rhein, die Jahr für Jahr – je nach Wetterlage – mehrere Millionen Besucher anlocken, sind das Verbindungsglied zwischen Moderne und Tradition.

Lothar Inden, seit zehn Jahren Chef des Schützenvereins, will seine 1400 Aktiven in eine gute Zukunft führen. Er betont, dass die Düsseldorfer Sebastianer keine Bruderschaft, sondern ein Verein sind. Sie bekennen sich zu ihren christlichen Wurzeln, sind aber in ihrer Praxis viel offener.Der Schützenverein fragt nicht nach Konfession und Glauben. Auch die

Frage verheiratet, Lebenspartner oder Single spielt keine Rolle mehr. Frauen sind als Mitglieder dabei – wenn auch in der Minderheit. Noch vor Geselligkeit und Schießsport kommt soziales Engagement. Wer das Schützenleben akzeptiert und sich in die Gemeinschaft aktiv einbringt, ist willkommen. Das gilt auch für die Integration von Flüchtlingen, die große gesellschaftliche Herausforderung unserer Tage.

Ausstellung im Stadtmuseum

Unter dem Titel „700 Jahre soziale Stadt“ findet derzeit eine Ausstellung zum St. Sebastianus-Jubiläum im Stadtmuseum in Düsseldorf statt. Bei der Eröffnung hob die Direktorin des Museums Dr. Susanne Anna hervor, wie bedeutend es für die Stadt sei, dass sich ein im 14. Jahrhundert gegründeter Verein bis heute dem karitativen Wirken verschreibe. Schon zur Gründungszeit sei die „Gruppe dominant und stadtprägend“ gewesen. Zur Diskussion um das Gründungsdatum sagte der 1. Chef der Schützen, Lothar Inden, unter Applaus: „Solange kein Beweis für ein späteres Gründungsdatum vorgelegt wird, bleibt es dabei: Wir waren, sind und bleiben wir der Verein von 1316.“ Entgegen seiner Zusage ließ sich OB Thomas Geisel nach Beginn der Veranstaltung, die das Tambourkorps unter Werner Bendels begleitete, entschuldigen. Dr. Susanne Anna: „Dringende Verwaltungsklausur“.

Filed by Christian Dick at Mai 8th, 2016 under Brauchtum
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Warum sich NRW gegenüber Bayern nicht verstecken muss

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besucht das ESA/EAC und DLR in Köln

Autor: Christian Dick

Gruppenbild mit Hannelore Kraft_klein

Foto: Gruppenfoto: Begrüßung beim European Astronaut Centre (ESA/EAC), v.l.n.r.:  Frank De Winne, Leiter des EAC, Belgischer ESA-Astronaut, erster European ISS Commander; der Martin Dörmann, SPD-Bundestagsabgeordneter für Wahlkreis Köln I und Sprecher für Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Dr. Alexander Gerst, Deutscher ESA-Astronaut, Klaus Hamacher, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des DLR

In Sachen Forschung und Wissenschaft ist Nordrhein-Westfalen überaus erfolgreich. Die NRW-Landesregierung fördert dies nachhaltig und das Herzblut von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hängt ganz besonders an diesem für die Zukunftsfähigkeit des Bundeslandes so wichtigen Themenfeld. Die Affinität von Hannelore Kraft zur Wissenschaft rührt nicht zuletzt daher, dass sie von November 2002 bis Juni 2005 Ministerin für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen war. Auch ihre frühere berufliche Tätigkeit als Projektleiterin bei der Beratungsgesellschaft Zentrum für Innovation und Technik (ZENIT GmbH) in Mülheim hat sie in dieser Hinsicht geprägt. Die Hochschulen Nordrhein-Westfalens genießen eine hervorragende Reputation in Sachen Forschung. Dies wird durch die erfolgreiche Bilanz der Auszeichnungen der Hochschulen in diesem Bundesland eindrucksvoll bestätigt. Zwei Elite-Universitäten, zehn Exzellenzcluster und fünf Graduiertenschulen – damit steht Nordrhein-Westfalen in der zweiten und letzten Phase der Exzellenzinitiative überaus erfolgreich da. Im Vergleich zur ersten Phase der Exzellenzinitiative haben die NRW-Hochschulen ein Zukunftskonzept und drei Exzellenzcluster mehr eingeworben. Nachdem die RWTH Aachen ihren Elite-Status verteidigen konnte, darf sich nun auch die Universität Köln als Elite-Universität bezeichnen.

In der zweiten Phase der Exzellenzinitiative haben sich darüber hinaus die Universitäten in Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster mit insgesamt zehn Exzellenzclustern und fünf Graduiertenschulen erfolgreich im bundesweiten Wettbewerb behauptet. Bis 2017 erhalten die genannten Universitäten infolgedessen rund eine halbe Milliarde Euro zusätzlich für Forschung und Nachwuchsförderung.

Am 4. Mai besuchte Hannelore Kraft  das European Astronaut Centre (ESA/EAC) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Dort hat man sich die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ganz groß auf die Fahnen geschrieben. So werden dort Master- und Ph.D.-Absolventen  sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten gegeben. Hannelore Kraft war von der Führung durch die ESA mit dem deutschen Astronaut Alexander Gerst stark beeindruckt. Besonders gerührt war Hannelore Kraft als ihr Alexander Gerst ein Emblem seiner letzten Mission, die „blue dot“ hieß, schenkte. Dieses Emblem hatte die beachtliche Strecke von 110 Millionen Kilometern zurückgelegt.

Alexander Gerst schenkt Hannelore Kraft das Emblem seiner letzten Mission_klein

Foto: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Alexander Gerst präsentieren das Emblem der letzten Mission Alexander Gerst (Aufnahme: Christian Dick)

Besonders hervorzuheben ist schließlich das neue Projekt „LUNA European Exploration LAB“. Das Europäische Astronautenzentrum und das DLR arbeiten an einem Mondanalog, um Technologien und Verfahren zur Exploration der Mondoberfläche zu entwickeln und zu testen. In einem ersten Schritt entstehen gegenwärtig 1000 m2 simulierte Mondoberfläche unter einem Halbkugeldom. Der SPD-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel machte für diesen Bau am 6. Mai den ersten Spatenstich.

Filed by Christian Dick at Mai 8th, 2016 under Wissenschaft - Forschung
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